Galaktische Junggesellenpartys
28. Januar 2008
Menschen lassen es gerne noch einmal richtig krachen, bevor sie sich dauerhaft binden. Ähnliches gilt für Galaxien, zeigen die Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe. Diese erstrahlen in einem wahren Feuerwerk der Sternentstehung, wenn sie in einen Galaxienhaufen eintauchen.
Grafik: NASA/JPL-Caltech/D.Fadda (SSC-Caltech)
Galaxienhaufen sind die größten Strukturen im All und wachsen, indem Galaxien entlang regelrechte Filamente auf sie zu strömen, erläutert Dario Fadda vom Herschel Science Center der NASA. “Unsere Beobachtungen zeigen, dass Starburst-Galaxien in diesen Filamenten mehr als doppelt so häufig sind wie im Innern der Haufenregion.”
Fadda und Kollegen fanden die quirligen Galaxien mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer und weiterer Teleskope in Arizona und auf der Kanaren-Insel La Palma. Ihre Beobachtungen zeigen zwei große Filamente, in denen sich zahlreiche Galaxien in Richtung des Galaxienhaufens Abell 1763 bewegen. Gemessen an ihren Lichtspektren, bilden gut 60 Prozent dieser Galaxien in rascher Folge neue Sterne.
Bei den innerhalb von Abell 1763 gelegenen Galaxien beträgt der Anteil dagegen nur etwa 30 Prozent, berichten die Forscher demnächst in den “Astrophysical Journal Letters”. Vermutlich werde die rasche Sternbildung angestoßen, indem sich die Galaxien dem Haufen näherten und das in ihnen enthaltene Gas verdichtet werde, so Fadda und Kollegen. Wenn der Gasvorrat aufgezehrt sei, beginne für die Galaxien ein relativ ruhiges Leben.
Forschung: Dario Fadda, NASA Herschel Science Center, California Institute of Technology, Pasadena; Andrea Biviano, INAF-Osservatorio Astronomico di Trieste; und andere
Zur Veröffentlichung akzeptiert von Astrophysical Journal Letters; Preprint arXiv:0711.2561
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Galaxienhaufen
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Spitzer
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