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Mars: Grundwasser oder Gerölllawinen?

29. Februar 2008

Aufnahme einer der hellen Schlieren mit fingerartigen Fortsätzen in einem Marskrater, daneben die simulierten Spuren flüssigen Wassers oder trockenen Gerölls, erstere eher diffus umrandet, letztere mit deutlichen FingernHelle Schlieren an Hängen auf dem Mars sind nicht unbedingt ein Zeichen für Wasser, lassen Berechnungen amerikanischer Geowissenschaftler vermuten. Tatsächlich stehen Form und Erscheinung der Strukturen eher im Einklang mit der Annahme, dass es sich um die Spuren kleinerer Hangrutsche handelt.

Bild: Jon Pelletier, University of Arizona Lesen

Neue Mondkarte zeigt raues Terrain

28. Februar 2008

Illustration zeigt ein 3D-Modell der Südpolregion mit Kratern und Senken, farblich markiertMögliche Eisvorkommen, viel Licht und ein permanenter Funkkontakt mit der Erde machen den Südpol des Mondes zu einem potenziellen Landeplatz für dauerhafte Missionen. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis, zeigt die bislang genaueste Kartierung der Region durch amerikanische Forscher. Das dortige Terrain ist sehr viel schwieriger als angenommen.

In der neu kartierten Region liegen Senken und Erhebungen, die jeweils einige Kilometer unter bzw. über ‘Normalnull’ erreichen, dicht nebeneinander. Grafik: NASA Lesen

Ulysses: Sonnenmission vor dem Ende

22. Februar 2008

Illustration zeigt Ulysses als kupferfarbenen Würfel mit großer Sendeantenne und mehreren Auslegern vor der unruhigen Sonne und tiefschwarzem, sternlosen HintergrundNach 17 Jahren im All steht die Sonnenmission Ulysses kurz vor ihrem Ende. Wie die europäische Weltraumagentur ESA mitteilt, dürfte die Sonde in den nächsten zwei Monaten einfrieren. Der Grund ist die nachlassende Leistung ihrer Stromgeneratoren - und damit ihrer Heizelemente.

Ulysses hat ihre vorgesehene Lebensdauer um das Dreifache überschritten. Grafik: ESA Lesen

Milchstraße dicker als vermutet

20. Februar 2008

Unsere Heimatgalaxie ist weniger schlank als angenommen, glauben australische und amerikanische Astronomen. Ihren Berechnungen zufolge, ist die Scheibe der Milchstraße bis zu 12.000 Lichtjahre dick - entsprechend dem Doppelten des bislang akzeptierten Wertes.

Falschfarbenpanorama der Andromeda-Galaxie zeigt in einer flachen Scheibe angeordnete Spiralarme mit hellbläulichen Nestern junger Sterne, rötlichen Staubwolken und eine gelblich schimmernde Ansammlung alter Sterne im Zentrum
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Meteoriten vom Merkur

18. Februar 2008

Blick gen Merkur-Horizont zeigt eine von zahlreichen, unterschiedlich großen Kratern bedeckte OberflächeUnter den Meteoriten, die ständig auf der Erde niedergehen, könnten durchaus auch Felsbrocken vom Merkur sein. Für diese Annahme sprechen Modellrechnungen zweier kanadischer Astronomen. Wenn der innerste Planet des Sonnensystems von kleineren Himmelskörpern getroffen wird, kann es ein Teil des emporgeschleuderten Materials bis zur Erde schaffen.

Merkur wurde in der Vergangenheit immer wieder von anderen Himmelskörpern getroffen. Messenger-Aufnahme: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington Lesen

Vertraute Verhältnisse in fernem Planetensystem

14. Februar 2008

Zeichnung zeigt Blick über den Horizont eines lodernden Sterns auf zwei Gasplaneten mit WolkenbändernDas Sonnensystem ist möglicherweise keine Ausnahmeerscheinung im All. Für diese Ansicht spricht die Entdeckung eines fernen Planetensystems mit zwei relativ kleinen Gasplaneten durch eine internationale Astronomengruppe. Wie die Forscher im Magazin “Science” berichten, stimmen die Massen- und Entfernungsverhältnisse in dem fernen System sehr gut mit den hiesigen überein.

Grafik: Copyright Science Lesen

Lichtecho verrät Sternentfernung

11. Februar 2008

Bild zeigt den Nebel um RS Pup (der Stern selbst ist mit einer Streifenmaske ausgeblendet) - als rundliche, hell leuchtende Wolke, in der sich große Schwaden abzeichnenEiner internationalen Astronomengruppe ist es gelungen, die Entfernung zu einem Milchstraßen-Stern mit großer Genauigkeit zu bestimmen. Die Forscher nutzten dazu einen eleganten Trick: Die Helligkeitsschwankungen des Sterns spiegelten sich auch in benachbarten Nebelwolken wider. Aus der Verzögerung, die sich dabei aufgrund der endlichen Lichtgeschwindigkeit ergab, konnten die Forscher den Abstand zu 6.500 Lichtjahre bestimmen. Lesen

Staubfänger im Saturnsystem

6. Februar 2008

Der kleine Saturnmond Enceladus stößt laufend Gas und Eispartikel aus. Dieses Material kommt nicht weit, belegen die Untersuchungen einer internationalen Astronomengruppe. Selbst jene Teilchen, die sich im Magnetfeld des Gasriesen verheddern, bleiben schließlich an einem der großen Ringe hängen.

Blick über die Saturnringe auf Enceladus, der sich als strahlend-helle Kugel von dem tiefschwarzen Hintergrund abhebt

Von Enceladus ausgestoßenes Material wird von den inneren Saturnringen wie von einem Staubfänger aufgelesen. Bild: NASA/JPL/Space Science Institute Lesen

Galaktische Kontaktaufnahme

5. Februar 2008

Illustration zeigt die Magellanschen Wolke als unterschiedlich große, rundliche Wolken, durch die sich ein bogenförmiger Gasstrom bis zur Scheibe der ungleich größeren Milchstraße erstreckt Die Milchstraße und ihre Nachbarinnen haben längst Kontakt miteinander aufgenommen. Und das im wortwörtlichen Sinne, zeigen die Beobachtungen einer australischen Astronomin. Ein von den Magellanschen Wolken ausgehender Gasstrom erstreckt sich demnach durch das All bis in die Scheibe der Milchstraße. Lesen

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