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Archiv für: September, 2008

Schnee über dem Mars

Lidar-Diagramm zeigt unterschiedlich intensive Lichtechos über dem Mars, deren Höhe sich mit der Zeit verändert

Auch in den nördlichen Gefilden des Mars geht der Sommer zu Ende. Der Landeroboter Phoenix hat erstmals Schnee registriert, der aus Wolken in einigen Kilometern Höhe über dem roten Planeten fällt. Allerdings schaffen es die Flocken noch nicht bis zum Boden, sondern lösen sich zuvor auf.

Naphthalin zwischen den Sternen

Collage zeigt Teleskop auf einem Berggipfel, das Sternbild Perseus, die beobachtete Region als hellen Nebel vor Sternenhintergrund, Modelle des Naphthalinmoleküls und das Spektrum

Auch unter den lebensfeindlichen Bedingungen im All können typische organische Moleküle entstehen. Diese Tatsache unterstreichen Beobachtungen europäischer und amerikanischer Astronomen. Unter Einsatz mehrerer Teleskope konnten sie erstmals den optischen Fingerabdruck des Kohlenwasserstoffs Naphthalin im Raum zwischen den Sternen nachweisen.

Pulsierende Sterne, bewegliche Ziele

Illustration zeigt Milchstraße, darin die Nachbarschaft der Sonne als Teil eines hellen Materialstrudels vor schwarzem Hintergrund, dessen Bewegung und die scheinbare einiger Cepheiden durch farbige Pfeile markiert

Seit mehr als 70 Jahren rätseln Astronomen, warum eine Reihe von Milchstraßen-Sternen in Richtung Sonne zu streben scheint. Europäische und amerikanische Forscher haben nun entdeckt, dass es sich bei diesem Phänomen um eine “optische Täuschung” handelt. Verantwortlich dafür ist das regelmäßige An- und Abschwellen der alternden Sterne.

Frühester Sterntod nachgewiesen

Illustration zeigt sterbenden Stern als gleißende Kugel, umgeben von glimmenden Materieschwaden, und zwei eng gebündelte Materiejets aussendend, vor schwarzem Hintergrund

Den frühesten Tod eines massereichen Sterns haben Garchinger Forscher nachweisen können. Ihren Messungen zufolge, stammt ein kürzlich registrierter Ausbruch von Gammastrahlung aus einer Zeit, als das Universum gerade einmal 825 Millionen Jahre alt war. Zum Vergleich: Das Alter der relativ langlebigen Sonne wird auf etwa 4,6 Milliarden Jahre beziffert.

Kometen: Heißgeschmiedetes im Eishaus

Aufnahme eines Schliffs zeigt kugelrunde, blau-gräulich gefärbte Partikel zwischen unregelmäßig geformten Einschlüssen in einer schwarz erscheinenden Matrix

Kometen enthalten nicht nur Material aus den eisigen Außenbezirken des Sonnensystems. Neue Belege für diese Ansicht präsentieren japanische und amerikanische Forscher im Magazin “Science”. In Staubpartikeln des Kometen Wild 2 fanden sie glasartige Mineralkörnchen, die nahe der Sonne entstanden sein müssen.

Fünfter Zwergplanet getauft

Illustration zeigt einen eisigen Körper von der Form einer Honigmelone und zwei kleine runde Begleiter

Die Taufe eines neuen Zwergplaneten gibt die Internationale Astronomische Union bekannt. Bislang als 2003 EL61 bezeichnet, trägt der eisige Felsbrocken in den Außenbezirken des Sonnensystems fortan den Namen Haumea – nach der hawaiianischen Göttin der Fruchtbarkeit.

Galaxie mit dunklen Tentakeln

Aufnahme zeigt große helle Spiralgalaxie, davor und teilweise überlappend eine kleinere Ausgabe mit dunkel ausgefranstem Rand; viele Sterne vor schwarzem Hintergrund

Ein Schnappschuss mit Seltenheitswert ist dem Weltraumteleskop Hubble geglückt. Eher zufällig fotografierte das Teleskop eine kleine Spiralgalaxie, deren staubiges “Skelett” sich vor der hellen Scheibe einer großen Hintergrundgalaxie abzeichnet.

Buntes Treiben in der Milchstraße

In Violetttönen gehaltene Grafik zeigt eine scheibenförmige Wolke mit hellen Spiralen, hellem Zentrum, vor schwarzem Hintergrund

In der Milchstraße geht es weniger geordnet zu als gemeinhin angenommen. Umfangreiche Simulationen einer internationalen Astronomengruppe lassen vermuten, dass sich die Sterne in einer Galaxie sogar recht häufig von deren Zentrum weg oder darauf zu bewegen können. Auf diese Weise werden auch schwere chemische Elemente, wie sie für die Entstehung von Leben nötig sind, sehr effektiv verteilt.

Vermutlicher Exoplanet abgelichtet

Bild zeigt hell lodernden Stern, in einigem Abstand davon ein kleiner Lichtpunkt

Kanadischen Astronomen ist es möglicherweise gelungen, erstmals einen Planeten bei einem fernen, sonnenähnlichen Stern zu fotografieren. Das Objekt ist gut 330-mal so weit von dem Gestirn entfernt wie die Erde von der Sonne und besitzt etwa die 8-fache Masse des Jupiter.

Ein Limit für Schwarze Löcher?

Illustration zeigt weißlichen Strudel um einen von rötlich nach gelb verlaufenden Fleck, angedeutete Lichtstrahlen, schwarzer Hintergrund mit Galaxien und Sternen

Auch Schwarze Löcher stellen irgendwann ihr Wachstum ein. Für diese Vermutung spricht eine Studie zweier amerikanischer und chilenischer Astronominnen. Im Universum gibt es demnach keine Schwarzen Löcher, die eine Masse von mehr als 10 Milliarden Sonnen angehäuft haben – obgleich dafür mehr als genug Zeit gewesen wäre.

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