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Archiv für: Oktober, 2008

Phoenix: Marslander auf Diät

Marspanorama zeigt rotbräunlichen, welligen Boden mit kleineren Steinen und einen beinahe weißen Himmel

Für den Marslander Phoenix wird es allmählich ernst. Indem der Sommer auf der Nordhalbkugel des roten Planeten auf sein Ende zugeht, liefern die Solarzellen der Sonde immer weniger Strom. Zum Ausgleich haben die beteiligten Ingenieure begonnen, nach und nach die Heizvorrichtungen und Bordinstrumente abzuschalten.

Naher Stern mit zwei Asteroidengürteln

Epsilon Eridiani

Einen bemerkenswerten Vetter des Sonnensystems glauben amerikanische Astronomen entdeckt zu haben. In unmittelbarer Nachbarschaft der Sonne gelegen, besitzt der Stern Epsilon Eridiani demnach einen Asteroidengürtel vom gleichen Format wie das hiesige Pendant. Wo im heimischen System der Uranus seine Bahn zieht, besitzt der Stern allerdings einen zusätzlichen Gürtel aus Gesteinsbrocken.

Mondkrater ohne Eis-Einlage

Blick auf die Kraterlandschaft des Mondes, am Horizont gleißend hell der Rand der Sonnenkorona, am oberen Bildrand ein heller Punkt

Sollte es auf dem Mond Wasser geben, steht dieses nicht ohne weiteres für menschliche Kolonisten zur Verfügung. Die Aufnahmen einer japanischen Sonde zeigen, dass es nicht einmal in einem tiefen Krater, dessen Boden permanent im Schatten liegt, helle Eisflächen gibt. Eventuell vorhandenes Wassereis kann daher bestenfalls wenige Prozent des Untergrundes ausmachen.

Forscher vermuten galaktisches Prinzip

Collage unterschiedlich gebauter und gefärbter Galaxien

Vom schemenhaften Zwerg bis zur imposanten Spirale – die Eigenschaften einer Galaxie scheinen letztlich von einem einzigen Faktor bestimmt zu werden. Entsprechende Resultate präsentieren englische und amerikanische Forscher im Magazin “Nature”. Die Art dieses Faktors ist allerdings noch unklar.

IBEX kartiert den Rand des Sonnensystems

Schema zeigt die Sonne und die Ebene der Planeten, umgeben von einer blauen Kugelschale und zwei weiteren Schichten weiter außen, Ausschnitt zeigt den achteckigen Satelliten

Den Rand des Sonnensystems soll ein Satellit erforschen, den die amerikanische Raumfahrtbehörde in der Nacht auf Montag gestartet hat. Der “Interstellar Boundary Explorer”, kurz IBEX, soll energiereiche Teilchen aus jener Region empfangen, in der Sonnenwind und interstellares Gas wie zwei Wetterfronten aufeinanderprallen.

Marsmond per Funk gewogen

marsexpress-phobos

Der Marsmond Phobos ist noch etwas “luftiger” als bislang angenommen. Anhand des Schwerkraftzuges, den der Mond auf die Sonde Mars Express ausübt, haben deutsche Forscher seine Masse zu 10,72 Billionen Tonnen bestimmen können. Die Dichte von Phobos liegt demnach kaum 90 Prozent über der von Wasser und deutlich unter der von typischem Marsgestein. Dieses Resultat steht im Einklang mit der Vermutung, dass es sich bei dem Mond um einen porösen, nachträglich eingefangenen Asteroiden handelt.

Staubringe verraten ferne Planeten

Grafik zeigt schematische Aufsicht auf ein Planetensystem mit einem Planeten, umgeben von Staub, dessen Dichte farbig markiert, ringförmige Ansammlungen

Um die Sonne kreisende Staubkörnchen erzeugen in klaren Nächten eine “falsche Dämmerung” am Himmel. Solcher Staub könnte irdischen Beobachtern auch Hinweise auf Planeten bei fernen Sternen liefern, lassen Computersimulationen zweier amerikanischer Astronomen vermuten. Eine Art Tauziehen zwischen Stern und Planet erzeugt demnach filigrane Staubringe, die über kosmische Entfernungen sichtbar sind.

Weniger Verkehr jenseits des Neptun

Illustration zeigt, wie sich ein eisiger Felsbrocken vor einen Hintergrundstern schiebt und ihn dabei verdunkelt

In den äußeren Bezirken des Sonnensystems gibt es weniger Brocken aus Fels und Eis als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommen taiwanische und amerikanische Astronomen nach zwei Jahren regelmäßiger Beobachtungen. Dabei gelang es ihnen nicht, den Schattenwurf eines der gesuchten Objekte zu erspähen.

Jupiter klar wie nie

Bild zeigt den Jupiter als beinahe schwarze Scheibe mit bläulich glimmenden Polen und hellen Wolkenbändern vor tiefschwarzem Hintergrund

Der bislang längste und klarste Blick auf den Jupiter ist amerikanischen und europäischen Astronomen gelungen. Die “Sehschärfe” ihres Teleskops laufend an atmosphärische Schlieren anpassend, konnten sie den Riesenplaneten insgesamt zwei Stunden lang beobachten. Die so erhaltenen Bilder zeigen unter anderem, dass sich der große Dunstgürtel des Jupiter in der jüngsten Zeit um 6.000 Tausend Kilometer gen Süden verlagert hat.

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