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Versteckspiel am Jupiter

Bild zeigt Jupiter mit unterschiedlich hellen Wolkenbändern, darin der Große Rote Fleck, am dunklen südlichen Osthorizont Ganymed als leicht angefressene Scheibe [1] In einem ganz besonderen Moment hat das Weltraumteleskop Hubble den Jupitermond Ganymed abgelichtet. Eine jetzt veröffentlichte Aufnahme zeigt, wie sich der Mond gerade hinter seinen Planeten schiebt und nur noch teilweise sichtbar ist.

Ich bin dann mal … Bild: NASA, ESA, and E. Karkoschka (University of Arizona)

Ganymed hat einen Durchmesser von fast 5.300 Kilometern und ist damit größer als der Planet Merkur. Von der Erde ausgesehen, verschwindet er alle sieben Tage hinter dem östlichen Horizont des Jupiter, um wenig später auf der anderen Seite wieder zu erscheinen.

Astronomen können diese Gelegenheiten nutzen, um mehr über den Jupiter zu erfahren. Während Ganymed für irdische Beobachter nur zum Teil sichtbar ist, durchläuft das von ihm reflektierte Sonnenlicht die äußeren Atmosphärenschichten des Gasplaneten. Dabei prägen ihm die dort vorhandenen Verbindungen ihren optischen Stempel auf.

Die jetzt veröffentlichte Aufnahme geht auf einen Beobachtungantrag zurück, den der Astronom Erich Karkoschka von der University of Arizona gestellt hatte. Neben Ganymed mit seinem hellen Einschlagkrater Tros zeigt sie auch den Großen Roten Fleck, einen mehrere Hundert Kilometer großen Wirbelsturm in der turbulenten Jupiteratmosphäre.

Forschung: Erich Karkoschka, Lunar and Planetary Laboratory, University of Arizona, Tucson

WWW:
Lunar and Planetary Laboratory, University of Arizona [2]
Ganymede [3]
Hubble [4]

Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Jupiter klar wie nie [5]
Jupiter als wolkiger Sonnenspiegel [6]
Dreifache Sonnenfinsternis auf Jupiter [7]