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Archiv für: Oktober, 2009

Verlängerung für “Planetenjäger”

Illustration zeigt goldenen Satelliten mit blauen Solarsegeln vor gleißend hellem Stern mit kleinen Gesteinsplaneten

Das europäisch-brasilianische Weltraumteleskop Corot wird drei weitere Jahre in Betrieb bleiben. Das haben die beteiligten Organisationen unter Federführung der französischen Raumfahrtbehörde CNES beschlossen. Die Mission wird demnach bis Ende März 2013 verlängert.

Milchstraßen-Panorama im Eigenbau

Panorama der Milchstraße als hellblau leuchtendem Band mit dunklen Wolken, zwei Ausschnittvergrößerungen

Für beeindruckende Bilder des Kosmos braucht es keine imposante Technik. Das demonstriert ein neues Himmelspanorama, das ein deutscher Physiker erstellt hat. Zusammengesetzt aus mehr als 3.000 Aufnahmen einer handelsüblichen Digitalkamera, bietet es einen hochauflösenden Blick auf die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht.

Früher kosmischer Koloss

Helle Lichtflecken auf schwarzem Hintergrund, in der Mitte ein bläuliches Glimmen

Nach dem Urknall kam vergleichsweise rasch Struktur in das Universum. Diese Ansicht bekräftigt die Entdeckung eines extrem weit entfernten Galaxienhaufens durch ein europäisches Astronomentrio. Der Koloss ist etwa 10,2 Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Sein Licht erreicht irdische Beobachter daher aus einer Zeit, als das Universum nur ein Viertel seines heutigen Alters hatte.

Methan bei zweitem Exoplaneten entdeckt

Illustration zeigt Gasriesen mit rot-braunen Wolkenbändern, dichter Atmosphäre, im Hintergrund einen gleißend hellen Stern

Auch die Planeten anderer Sterne haben grundsätzlich das Zeug für die Entwicklung von Leben. Diese Ansicht bekräftigt der Fund von drei einfachen Molekülen auf einem Exoplaneten in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne. Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, in der Gashülle der heißen Welt Wasser, Kohlendioxid und Methan nachzuweisen.

Wie Apophis um die Erde tänzelt

SW-Bild zeigt schwachen Lichtpunkt, eingekreist, inmitten heller Striemen auf schwarzem Hintergrund

Voraussagen über Einschläge auf der Erde können nicht besser sein als die Beobachtungsdaten, auf denen sie beruhen. Das demonstrieren neue Berechnungen amerikanischer und italienischer Forscher zur Bahn des Asteroiden Apophis. Nachdem ein Einschlag im Jahr 2029 bereits ausgeschlossen werden konnte, wird nun auch eine Kollision im Jahr 2036 immer unwahrscheinlicher.

Warum “schmutzige” Sterne eher Planeten haben

Grafik zeigt Felsbrocken verschiedener Größe, die in einem leicht diesigen Ring um einen fernen, hell strahlenden Stern kreisen

Je mehr Eisen, Sauerstoff und andere schwere Elemente ein Stern enthält, umso eher hat eher Planeten. Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung liefern Computersimulationen niederländischer und amerikanischer Astrophysiker. Indem sich kleine Mineralkörnchen in der Umgebung des jungen Sterns gegenseitig Windschatten geben, finden sie beinahe zwangsläufig zu Planetenvorläufern zusammen.

Saturns schiefer Riesen-Ring

Grafik zeigt schief stehenden rötlichen, diffusen Ring im Raum, in seinem Zentrum ein kleiner Punkt, eingeblendete Vergrößerung zeigt Saturn mit Wolkenbändern und Standard-Ringen

Einen höchst ungewöhnlichen Saturnring haben amerikanische Forscher entdeckt. Der Neuling ist nicht nur praktisch durchsichtig und hat Schieflage, er ist auch größer alle bekannten Ringe im Sonnensystem. Könnte man ihn mit bloßem Auge sehen, würde er doppelt so groß wie der Vollmond am Nachthimmel über der Erde prangen.

Höllisches Wetter auf fernem Planet

Grafik zeigt rötlich glimmenden Planet, über dessen Horizont eine hellorange brodelnde Sonne aufgeht, tiefschwarzer Hintergrund

Der kleinste bekannte Planet eines anderen Sterns ist etwa doppelt so groß wie die Erde und besteht aus Gestein. Damit erschöpft sich die Ähnlichkeit aber auch schon, zeigen Berechnungen zweier amerikanischer Planetenforscher. Auf der fernen Welt dürfte ein wahrhaft höllisches Wetter herrschen – inklusive Alkalimetall-Wolken und gelegentlichen Schauern flüssigen Gesteins.

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