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Archiv für: März, 2010

Edelgas-Regen im Jupiter

Grafik: Burkhard Militzer/UC Berkeley

Helium verleiht Luftschiffen und bunten Ballons den nötigen Auftrieb. Ganz anders verhält sich das Edelgas auf dem Jupiter, zeigen Modellrechnungen zweier amerikanischer Forscher. In den äußeren Schichten des Planeten bilden sich bei hohen Temperaturen und Drücken regelrechte Regentropfen aus Helium, die auf ihrem Weg abwärts Atome von Neon aufnehmen.

Ein ferner Zwilling des Jupiter

Grafik zeigt kleinen dunklen kreisrunden Fleck vor einer gelb-orangefarbenen, brodelnden Sonne

Einen Riesenplaneten, der große Ähnlichkeit mit dem Jupiter im Sonnensystem aufweist, hat eine internationale Astronomengruppe aufgespürt. Der Gasriese kreist in vergleichsweise moderatem Abstand um einen Stern, der etwa 1.500 Lichtjahre von der Sonne entfernt steht. Als Resultat dürfte sich auch seine Oberflächentemperatur im “normalen” Bereich bewegen.

Staus im Sonnenwind nagen am Mars

Blick über den rötlichen Mars, den Smiley-Krater, zum Horizont, schemenhafte Gashülle

Regelrechte Staus im Sonnenwind versetzen der Atmosphäre des Mars schwere Schläge. Das haben englische, schwedische und deutsche Forscher beobachtet. Wenn schnelle Teilchen im Sonnenwind auf langsamere Pendants auflaufen, schlägt die resultierende Stoßwelle große Mengen von Atomen aus der ohnehin dünnen Gashülle des roten Planeten.

Giganten im kosmischen Strom

Grafik zeigt Karte der kosmischen Hintergrundstrahlung, darin in farbigen Scheiben der mutmaßliche Strom, am Rand einige Aufnahmen von Galaxienhaufen

Eine vor wenigen Jahren entdeckte “Strömung” im All ist deutlich größer als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach der Auswertung umfangreicher Beobachtungsdaten. Demnach streben Galaxienhaufen auf einer Strecke von rund 2,5 Milliarden Lichtjahren in eine gemeinsame Richtung.

Rasende Sternleichen

Grafik zeigt weißen, gleißend hellen Stern, einen Materiestrom von einem dunkleren Vetter empfangend

Eine besonders flotte Sohle legt ein Paar im Sternbild Krebs auf das kosmische Parkett. Eine internationale Forschergruppe hat nachweisen können, dass das vor wenigen Jahren entdeckte Gespann aus zwei ausgebrannten Sternen besteht, die sich alle 5,4 Minuten in geringem Abstand umkreisen.

“Flüsse” aus Lava

Aufnahme zeigt Stelle des Kanals, an der sich dieser in zahlreiche Arme auffächert, die später wieder zusammenfinden

An Flussläufe erinnernde Strukturen müssen nicht unbedingt auf flüssiges Wasser hinweisen. Das demonstriert der Fall eines beinahe 300 Kilometer langen Kanals auf dem Mars, den amerikanische Forscher untersucht haben. Obwohl das Gebilde wie ein natürlicher Fluss mäandriert und sich vorübergehend in mehrere Arme aufspaltet, dürfte es letztlich doch auf Lava zurückgehen.

Einschlägig organisch

Aufnahme des Enceladus als eisige, von tiefen Rissen überzogene Kugel

Dass organische Verbindungen auch ohne Zutun von Organismen entstehen können, ist seit langem bekannt. Mitunter braucht es dazu nur einen kräftigen Stoß, lässt ein Experiment englischer Astrophysiker vermuten. Bei Einschlägen auf eisigen Monden und anderen Himmelskörpern könnten sich demnach sogar einfache Aminosäuren bilden.

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