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Archiv für: April, 2010

Hayabusa: Der Falke kehrt heim

Grafik zeigt in goldene Folie verpackten Würfel mit zwei langen bläulichen Solarpaneelen und einer Art Saugrüssel, dicht über der grauen Oberfläche eines Asteroiden

Schon bald könnten irdische Wissenschaftler erstmals unverfälschtes Material von einem Asteroiden in Händen halten. Wie die japanische Raumfahrtagentur JAXA mitteilt, wird ihre Sonde Hayabusa im kommenden Juni zur Erde zurückkehren und eine Kapsel abwerfen, die beim Aufsetzen auf dem Asteroiden Itokawa kurzzeitig geöffnet worden war.

Elektrisierte Mondkrater

Blick über Mondlandschaft mit Kratern, Bergen, langen Schatten

Die Krater an den Polen des Mondes gelten als mögliche Lagerstätten für Wassereis. Die Erkundung dieser Krater könnte allerdings durch statische Elektrizität erschwert werden, haben amerikanische Forscher ermittelt. Indem positiv und negativ geladene Teilchen des Sonnenwindes unterschiedlich rasch in die Krater eindringen, können sich elektrische Spannungen von mehreren Hundert Volt aufbauen.

Kometen lassen den Tierkreis leuchten

Foto zeigt dunklen Horizont, Silhouette einer Teleskopkuppel, rötliche Dämmerung und sternbesetztem Himmel, weißlicher Schimmer, nach oben schwächer werdend

Unter günstigen Bedingungen kann man morgens und abends ein Schimmern am Horizont sehen, das die Ebene der Planeten und des Tierkreises markiert. Den eigentlichen Ursprung dieses Zodiakallichts glaubt eine internationale Astronomengruppe gefunden zu haben. Der interplanetarische Staub, an dem das Sonnenlicht reflektiert wird, stammt demnach von alternden Kometen.

Hilfreicher kosmischer Staub

Bild zeigt weiß-türkisfarbene Gasfetzen, darin eingebettet grellweiße Punkte, schwarzer Hintergrund

So lästig Staub im Haushalt ist, so hilfreich ist er im Weltraum. Diese Ansicht bekräftigen Experimente schottischer Chemiker. Der Großteil des Wassers im All verdankt seine Entstehung demnach winzigen interstellaren Staubkörnern, die günstige Reaktionsbedingungen bieten.

Der Staub ferner Erden

Grafik zeigt Blick über den Horizont eines bläulichen Planeten auf ein von Asteroiden umkreistes Gestirn

Gesteinsplaneten mit Wasser könnten in der Milchstraße relativ häufig sein. Dieses Fazit zieht eine internationale Astronomengruppe nach der eingehenden Musterung ausgebrannter Sterne. Viele davon weisen demnach eine “Verschmutzung” durch schwere chemische Elemente auf, wie sie am ehesten durch Asteroiden oder felsige Planeten erklärt werden kann.

Mehr Gesellschaft für Pluto

Seit einigen Jahren ist Pluto nur noch ein Zwergplanet. Als solcher ist der vormals neunte Planet lediglich einer unter vielen, demonstrieren Berechnungen zweier australischer Forscher. Demnach können sich mittelgroße Objekte im Sonnensystem deutlich früher unter ihrem eigenen Gewicht zu einer Kugel verformen als angenommen.

Gasriese auf der Überholspur

Grafik zeigt schwach braun-rötlich glimmenden Himmelskörper, umgeben von einer weiten Gasscheibe, außerhalb davon ein ähnlich aussehender, etwas kleinerer Begleiter

Sterne entstehen, indem eine große Gaswolke zu mehreren Gasmassen kollabiert. Dieser Prozess kann erstaunlich leichtgewichtige Objekte hervorbringen, lässt eine Entdeckung amerikanischer Astronomen vermuten. Bei einem jungen Braunen Zwerg fanden sie einen planetengroßen Begleiter, der höchstens eine Million Jahre alt sein kann.

Dicke Sommerluft auf Triton

Grafik zeigt von Kratern übersäte Eisoberfläche eines kleinen Himmelskörpers, auf der sich die ferne Sonne spiegelt, über dem Horizont die Sichel eines bläulichen Gasplaneten

Auch in den Außenbezirken des Sonnensystems macht sich eine Art Sommer bemerkbar, zeigen Beobachtungen einer französisch-deutschen Forschergruppe. Auf der Südhalbkugel des Neptunmond Triton hat sich der Atmosphärendruck beinahe vervierfacht, indem die Sonne dort ihren höchsten Punkt durchlaufen hat.

Rasender Stern auf Fluchtkurs

Karte der Milchstraße mit Spiralarmen, beschriftet, und hellem Balken im Zentrum

Einige Sterne rasen mit hoher Geschwindigkeit durch die Milchstraße. Schuld daran ist nicht unbedingt das immense Schwarze Loch im galaktischen Zentrum, belegt eine Untersuchung deutscher Astronomen. Der von ihnen studierte Schnellläufer erhielt seinen “Schubs” vielmehr in einem Spiralarm der Milchstraße und könnte diese über kurz oder lang für immer verlassen.

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