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Archiv für: Juni, 2010

Kühle Zwerge

Grafik zeigt Fischaugenblick auf den Nachthimmel mit einigen weißen Sternen, dazwischen viele Braune Zwerge als rote Punkte

Die Entdeckung von gleich 14 kühlen “Beinahe-Sternen” vermelden amerikanische Astronomen. Der Fund gelang ihnen bei der Analyse von Daten des Weltraumteleskops Spitzer und spricht für die Annahme, dass solche Braunen Zwerge im All sehr häufig sind.

Stürmischer Exoplanet

Grafik zeigt hellen Stern, über dem Horizont eines wolkigen Planeten stehend, tiefschwarzer Hintergrund

Die Geschwindigkeit, mit der ein ferner Planet um seinen Stern kreist, hat eine niederländisch-amerikanische Astronomengruppe erstmals direkt messen können. Das Resultat erlaubt eine genaue Bestimmung der Massen von Stern und Planet. Zudem lässt ein “Überschuss” an Geschwindigkeit auf extrem schnelle Winde in der Gashülle des halbseitig gebackenen Planeten schließen.

Erschöpfte Strahlung

Grafik zeigt Materiestrudel um kleine, gleißend helle Kugel, zwei Jets

Schwerkraftfelder wirken regelrecht erschöpfend auf Strahlung. Diesen Effekt haben niederländische Astronomen erstmals anhand von heißen Sauerstoffatomen nachweisen können. Deren Strahlung, ausgesandt in der Nähe einer Sternleiche in den Außenbezirken der Milchstraße, kommt mit deutlichem Energieverlust im hiesigen Sonnensystem an.

Eisiges Schattenspiel

Grafik zeigt hellgrauen Brocken mit einigen Kratern, an seinem Horizont ein hell strahlender Stern

Jenseits des Neptun ziehen neben dem Pluto unzählige weitere eisige Objekte um die Sonne. Den Schattenwurf eines dieser Brocken hat eine internationale Astronomengruppe nun erstmals beobachten können. Rund 6,1 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, ist das Objekt demnach etwa 280 Kilometer groß und hat eine verblüffend jugendliche Oberfläche.

Kapsel von Asteroidensonde geborgen

Blick aus der Luft zeigt kleine Kapsel samt großem Fallschirm auf rotbraunem, stellenweise felsigem Untergrund

Die Probenkapsel der Asteroidensonde Hayabusa hat den feurigen Weg durch die Erdatmosphäre offenbar gut überstanden. Das meldet die japanische Raumfahrtagentur JAXA. Die Kapsel war bereits gegen Mitternacht Ortszeit in der südaustralischen Wüste lokalisiert worden und konnte einige Stunden später in anscheinend intaktem Zustand geborgen werden.

Adoptierte Kometen

Falschfarbenbild zeigt Infrarotaufnahme eines Kometen mit hellem Kern und langem Schweif vor tiefschwarzem Himmel, einige hellblaue Sterne

Nicht wenige Kometen, die als Schweifstern am Nachthimmel erscheinen, stammen ursprünglich von anderen Sternen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Astronomengruppe nach umfangreichen Modellrechnungen. Viele, wenn nicht gar die meisten Objekte in den Außenbezirken des Sonnensystems hat die Sonne demnach von Sternen übernommen, die zeitgleich mit ihr in einer Gaswolke entstanden sind.

Jupiter-Einschlag auf Asteroid zurückgeführt

Aufnahme zeigt Jupiter mit pastellfarbenen Wolkenbändern, mehrere Einschübe zeigen die längliche dunkle, langsam verblassende Einschlagnarbe

Im Juli letzten Jahres schlug ein Himmelskörper auf dem Jupiter ein. Um was für ein Objekt es sich dabei handelte, glauben amerikanische und spanische Astronomen nun angeben zu können. Die mehrere Tausend Kilometer große “Narbe” in der Wolkendecke des Jupiter wurde von einem Asteroiden erzeugt.

Rebellischer Sternhaufen kommt nicht zur Ruhe

Aufnahme zeigt dichten Schwarm gleißend heller Sterne, halb eingefasst von rötlich-pastellfarbenen Nebelschwaden, schwarzer Hintergrund mit dunkleren Sternen

Junge Sternhaufen verhalten sich nicht unbedingt so, wie man es von ihnen erwartet. Das haben Heidelberger und Kölner Astronomen am Beispiel eines Exemplars in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne entdeckt. Entgegen der Theorie, steckt auch eine Million Jahre nach seiner Entstehung noch zu viel Unruhe in dem Sternhaufen, als dass man seine künftige Entwicklung erahnen könnte.

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