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Archiv für: Oktober, 2010

Kleine Welten, große Erwartungen

Luftaufnahme zweier großer weißer Teleskopkugeln, beide geöffnet, den Blick auf die großen Spiegel freigebend

Jeder vierte sonnenähnliche Stern könnte einen erdähnlichen Planeten besitzen. Zu dieser Einschätzung gelangt eine internationale Astronomengruppe nach einer systematischen Fahndung. Gerade solche Welten, die ihr Gestirn auf einer engen Bahn umkreisen und laut derzeitigen Modellen der Planetenentstehung eher selten sein sollten, entdeckten sie dabei besonders häufig.

Zwei Planeten mit zwei Sonnen

Grafik zeigt im Vordergrund einen bräunlichen und einen bläulichen Gasplaneten, im Hintergrund eine orangefarbene und eine weiße Sonne

Nicht nur einen Stern, sondern gleich zwei Sterne umkreisen zwei Planeten in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne. Diesen Schluss legen Messungen deutscher, englischer und amerikanischer Astrophysiker nahe. Die Anwesenheit der beiden Planeten verrät sich dadurch, dass die Verdunklungen des Doppelsterns mit schöner Regelmäßigkeit unpünktlich sind.

Frühe Galaxie im kosmischen Nebel

Grafik zeigt kleine, teils verschmelzende rosa-bläuliche Blasen vor tiefschwarzem Hintergrund

Eine ferne Galaxie ermöglicht neue Einblicke in die früheste Kindheit des Universums. Französische und englische Forscher haben ermittelt, dass das Licht der kürzlich entdeckten Galaxie aus einer Zeit stammt, als das Universum nur etwa 600 Millionen Jahre alt war. Damals, vor rund 13,3 Milliarden Jahren, musste es sich noch den Weg durch einen regelrechten Nebel aus Wasserstoffatomen bahnen.

Wärme am falschen Fleck

Grafik zeigt rötlichen Gasplaneten dicht neben seiner hellgelben Sonne, sein Glimmen leicht seitlich verschoben

Wer sich vor eine Wärmelampe setzt, erwartet, dass sein Gesicht warm wird und nicht sein linkes Ohr. Eben diesen Effekt haben amerikanische und englische Forscher bei einem fernen Planeten beobachtet. Der Gasriese rast in geringem Abstand um sein Gestirn und wendet ihm stets die gleiche Seite zu. Die intensivste Wärmeabstrahlung kommt jedoch nicht von dieser ewigen Tagseite, sondern aus dem Bereich der Tag-Nacht-Grenze.

Galaxienhaufen hatte es eilig

Komposit aus optischer und Infrarotaufnahme zeigt zahlreiche Galaxien als rötliche bis blauweiße Flecken vor schwarzem Hintergrund, einige gelb bzw. blau eingekreist

Kleine Unregelmäßigkeiten in der Materieverteilung im jungen Kosmos wuchsen sich rasch zu imposanten Erscheinungen aus. Das demonstriert die Entdeckung eines besonders großen und weit entfernten Galaxienhaufens durch eine internationale Astronomengruppe. Schon zu einer Zeit, als das Universum etwa die Hälfte seines heutigen Alters hatte, brachte es der Koloss auf eine Gesamtmasse von etwa 800 Billionen Sonnen.

Vermummte Supernova beobachtet

Grafik zeigt von innen heraus glimmende, rotbraune Staubkugel vor Sternenhintergrund mit bläulichen Nebelschwaden

Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss nicht unbedingt eine gleißend helle Supernova am Nachthimmel erstrahlen. Das zeigen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe. Der von ihnen entdeckte Sternkollaps verriet sich lediglich in Form eines heißen Flecks in einer fernen Galaxis – vermutlich, weil das eigentliche Inferno durch dichte Staubschleier verhüllt wurde.

Wassereis auf Asteroid nachgewiesen

Grafik zeigt kleines Objekt mit hellem Schweif vor der Nachtseite eines Planeten, im Hintergrund eine strahlende Sonne

Asteroiden sind keine trockenen Geröllhaufen, demonstrieren Beobachtungen amerikanischer und spanischer Astronomen. Im Lichtspektrum eines Asteroiden, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist, konnten sie den optischen Fingerabdruck von Wasser und organischen Verbindungen nachweisen.

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