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Archiv für: Februar, 2011

Ungemütliche Zwergsterne

Grafik zeigt dunkle Scheibe eines Planeten vor einem nahen, dunkelroten Stern mit Protuberanzen

Wer nach lebensfreundlichen Welten im All sucht, darf sich nicht allein nach dem Wasser richten. Das belegt eine Studie, die ein Potsdamer Forscher gemeinsam mit Kollegen in Frankreich und den Vereinigten Staaten erstellt hat. Auch die Gezeitenkräfte mit ihrem vielfältigen Einfluss auf einen Planeten müssen stimmen.

Sternleiche mit über-flüssigem Kern

Aufnahme von CAssiopeia A im Röntgenlicht als zerfetzt wirkendem Nebel, darin ein heller Punkt; Einschub zeigt angeschnittene Kugel mit Kruste

Manche Sterne sacken nach ihrem Ausbrennen zu einer Kugel aus reiner Kernmaterie zusammen. Im Inneren solcher Neutronensterne herrschen bizarre Verhältnisse, zeigen Analysen zweier internationaler Forschergruppen. Unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammengequetscht, geht die heiße Materie demnach in einen Zustand über, in dem sie völlig reibungsfrei fließt.

Asteroid mit Zwillingsmonden

Bild zeigt zwei kleine Lichtpunkte in der nähe eines gleißend hellen Lichtflecks, teils mit einer Maske abgedeckt, darin erkennbar ein knochenförmiges Objekt

Als im Jahr 1880 ein neu entdeckter Asteroid nach der ägyptischen Königin Kleopatra benannt wurde, hätte die Wahl kaum besser sein können. Das zeigen neue Untersuchungen französischer und amerikanischer Astronomen. Ebenso wie sein berühmtes Vorbild hat der Asteroid ein Zwillingspaar hervorgebracht, das ihn in Gestalt kleiner Monde umkreist.

Ein Komet auf den zweiten Blick

Zwei Ansichten einer kraterübersäten Oberfläche, auf der rechten, etwas weniger hochauflösenden markiert ein Kranz gelber Pfeile einen schemenhaft erkennbaren Krater

Unter einer weichen Schale steckt nicht unbedingt ein harter Kern. Das zeigen Aufnahmen, die die amerikanische Raumsonde Stardust bei ihrem Vorbeiflug an dem Kometen Tempel 1 geschossen hat. Der Einschlag eines massiven Kupfergeschosses vor fast sechs Jahren hat demnach nur schwache Spuren hinterlassen.

Höhleneingang auf dem Mond

Schrägaufnahme in das Loch mit geschichteter Schachtwand, teils beleuchtetem Boden

Ein vor drei Jahren entdecktes Loch im Mond könnte der Eingang zu einer geräumigen Höhle sein. Gestützt wird diese Vermutung durch eine neue Aufnahme einer amerikanischen Mondsonde. Sie zeigt, dass das Loch auf der erdzugewandten Seite des Mondes kein einfacher Schacht ist, sondern sich zu einem Hohlraum unter der Lavakruste erweitert.

Stern mit sechs Planeten entdeckt

Grafik zeigt Kepler-Satellit, an ein schräg angesägtes Rohr erinnernd, in gold schimmernde Folie gehüllt, vor sternbesetztem Himmel

Gleich sechs Planeten haben amerikanische und dänische Astronomen bei einem fernen Stern entdeckt. Das planetarische Sextett erinnert in einigen Aspekten an das heimische Sonnensystem, in anderen erscheint es fremdartig. Die kleinste der neu entdeckten Welten besitzt nur gut doppelt so viel Masse wie die Erde und dürfte überwiegend aus Wasser und Gas bestehen.

Ein Happen für die Milchstraße

Grafik zeigt blau-grüne Spirale der Milchstraße mit gelbem Zentrum, darin ein rot gepunkteter Bogen

Die Überreste einer glücklosen Galaxie hat eine internationale Forschergruppe gefunden – mitten in der Milchstraße. Bei ihrer Vermessung von Abertausenden von Sternen stießen die Forscher auf einige Exemplare, die sich als Sternstrom von den übrigen Sternen der Milchstraße abheben. Wahrscheinlich stammen sie aus einer kleinen Galaxie, die von der Milchstraße verschlungen worden ist.

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