Posted in: Exoplaneten 2. Februar 2011 19:00 Weiter lesen →

Stern mit sechs Planeten entdeckt

Grafik zeigt Kepler-Satellit, an ein schräg angesägtes Rohr erinnernd, in gold schimmernde Folie gehüllt, vor sternbesetztem Himmel Gleich sechs Planeten haben amerikanische und dänische Astronomen bei einem fernen Stern entdeckt. Das planetarische Sextett erinnert in einigen Aspekten an das heimische Sonnensystem, in anderen erscheint es fremdartig. Die kleinste der neu entdeckten Welten besitzt nur gut doppelt so viel Masse wie die Erde und dürfte überwiegend aus Wasser und Gas bestehen.

Grafik: NASA/Kepler Mission/Wendy Stenzel

„Die massereichsten dieser sechs Planeten ähneln möglicherweise Neptun und Uranus, die drei Planeten mit den geringsten Massen sind dagegen völlig anders als jene im Sonnensystem“, erklärt Jonathan Fortney von der University of California in Santa Cruz. Der Forscher und seine Kollegen stellen ihre Entdeckung im Magazin „Nature“ vor.

Die Gruppe um Jack Lissauer vom Ames Research Center der NASA entdeckte das reichhaltige Planetensystem mithilfe des Weltraumteleskops Kepler. Seit dem Jahr 2009 folgt das Teleskop der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne und hält dabei rund 170.000 Sterne in einer Region nahe des Sternbilds Schwan permanent im Auge. Auf diese Weise kann es kurzzeitige Helligkeitsabfälle erfassen, wie sie durch die Sichtlinie ziehende Planeten verursachen können.

In diesem Fall war es der Stern Kepler-11, der mit beinahe täglichen Verfinsterungen um etwa 1 Promille die Aufmerksamkeit der Forscher erregte. Der Stern ist rund 2.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt und ihr insgesamt sehr ähnlich. Aus der Analyse der Beobachtungsdaten schließen die Forscher, dass Kepler-11 mindestens sechs Planeten hat, die ihn in einer gemeinsamen Ebene alle 10 bis 120 Tage umkreisen. Von der Erde aus blickt man genau von der Seite auf diese Ebene.

Aus der Stärke der Helligkeitsabfälle konnten die Astronomen ableiten, dass die Planeten 2,6- bis 4,5-mal so groß sind wie die Erde. Die Masse der fünf leichtesten Planeten schätzen sie aus deren gegenseitiger Schwerkraftbeeinflussung – erkennbar an leicht verfrühten bzw. verspäteten Durchgängen – auf 2,3 bis 13,5 Erdmassen. Die Dichte der fernen Welten variiert zwischen 0,5 und 3,1 Gramm pro Kubikzentimeter. Zum Vergleich: Die Erde bringt es auf einen Durchschnittswert von 5,5 Gramm pro Kubikzentimeter.

„Es scheint als beständen die beiden innersten Planeten überwiegend aus Wasser, vielleicht mit einer dünnen Hülle aus Wasserstoff und Helium, vergleichbar Miniaturausgaben des Neptun“, so Fortney weiter. „Die weiter außen liegenden weisen eine Dichte auf, die geringer als die von Wasser ist. Das könnte darauf hindeuten, dass sie mächtige Atmosphären aus Wasserstoff und Helium besitzen.“ Da die fünf leichteren Planeten ihrem Stern näher seien als Merkur der Sonne, stelle sich allerdings die Frage, ob und wie viel von ihrer Masse fortwährend verdampfe.

Forschung: Jack J. Lissauer, NASA Ames Research Center, Moffett Field, Kalifornien; Daniel C. Fabrycky und Jonathan Fortney, UCO/Lick Observatory, University of California, Santa Cruz; und andere

Veröffentlichung Vol. 470, 3. Februar 2011, pp 53-8, DOI 10.1038/nature09760

WWW:
Space Science and Astronomy, NASA Ames Research Center
University of California Observatories
Extrasolar Planets Encyclopaedia
Kepler

Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Kleinster Exoplanet nachgewiesen
Erstes Mehrfachsystem abgelichtet
Super-Erden im Dreierpack


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1 Kommentar zu "Stern mit sechs Planeten entdeckt"

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  1. Ireneusz Cwirko sagt:

    nicht existierende Planeten

    Die Nachricht, dass in unseren Galaxie 50 Milliarden Planeten existieren sollen kann vielleicht stimmen, die vorgestellte Methodik scheint mir aber falsch zu sein. Haben vielleicht die Wissenschaftler mithilfe des Nasa-Teleskops „Kepler“ nicht Planeten sonder nur die Sonnenflecken gemessen?

    Um es zu Verstehen muss man wissen, dass die Prozesse auf der Oberfläche der Sonnen nicht durch irgendwelche thermonukleare Reaktionen gesteuert sind sondern durch den Gravitativen Hintergrund anders gesagt durch die Oszillationen des Raumes verursacht sind. Die Elementarteilchen aus deinen Sonne besteht wandeln diese Oszillationen in eigene Bewegung die wir als Temperatur war nehmen.

    Die Materiekörper sind aber in der Lage die Frequenz der Oszillationen der elementaren Einheiten des Raumes zu modulieren, so dass die Materiekörper ihrerseits den GH auch verändern können.

    Das hat zu Folge dass in dem Raum verschiedene Bereiche gibt mit unterschiedlicher Stärke der Raumoszillationen. Es bilden sich Interferenzmuster ganz ähnlich wie in diesem Link

    http://wwwex.physik.uni-ulm.de/lehre/physing1/node53.html

    Bei mehreren Planeten die sich zum Beispiel in einer Linie stellen werden die Oszillationen besonders verstärkt und wenn diese Bereiche auch den zentralen Stern berühren reagieren die Elementarteilchen in dem Berührungsbereich mit Veränderung eigenen Oszillationen, dass heißt sie verändern eigene Temperatur und Volumen. Nach einer Phase der Anpassung werden aber die Vakuolen aus denen die Elementarteichen bestehen engen gebunden und die Sensibilität auf den GH sinkt.

    Die Temperatur des Bereichs wird niedriger. Es bilden sich so genannte Sonnenflecken.

    Unsere Sonne ist die einzige die wir aus der Nähe beobachten können und zwangsweise sind unsere Vorstellungen von den anderen Sonnen dadurch geprägt, was wir vor unsere Nase haben.

    Wenn wir aber meine Annahmen als Grundlage nehmen, dann ist diese Bild der möglichen Morphologie der Oberfläche einer Sonne nicht mehr so eindeutig.
    Und es zeigt sich , dass die Verteilung von Sonnenflecken auch in hohen Masse die Variabilität der Helligkeit der Sonnen beeinflussen kann.

    Zum Glück müssen wir uns nicht nur auf die Spekulationen verlassen. Auch in unseren Sonnensystem haben wir auch Beispiele wie solche Flecken sich Verhalten können. Wir haben nämlich noch eine zweite „Sonne“ unseren alten Jupiter. Der schafft zwar nicht wegen zu geringen Anzahl der Elementarteilchen die er besitzt, in Sichtbarem Bereich der Spektrum zu leuchten aber immer hin gibt er doppelt so viel „Energie“ ab als er von der Sonne bekommt.(siehe Kelvin-Helmholtz-Mechanismus. Diese Mechanismus ist falsch aber die Angaben zu der Temperatur des Jupiter brauchbar)

    Jupiter kann uns also ein Modell bitten, wie theoretisch die Morphologie der anderen Sonnen aussehen kann.
    Was beim Jupiter uns sofort auffällt ist, dass die Anweisendheit von solchen Strukturen wie „Roter Fleck“ und Wolkenbänder und mit ihr verbundene Wirbelstürme.

    Roter Fleck ist ein Beispiel wie eine Synchronisation der Bewegung der galileischen Monde mit der Drehung des Jupiters zu einer Projektion der Linie die die Monde verbindet auf der Oberfläche der Planeten, einen Wirbelsturm fast auf der gleichen Stelle verursacht.

    Auf Grund der nähe der Monde zu der Planeten bilden sich verschiedene Beziehungen zwischen den Monden und auch verschiedene Bereiche wo die einzelne Projektionslinien auf der Oberfläche des Jupiters einwirken.

    Weil die Rotation des Jupiters sehr schnell ist und der Monde genauso, entstehen verschiedene Strukturen aus Wirbelstürmen wie z.B. auf diesem Link zu sehen:

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Jupiter-Ellipsoid.png&filetimestamp=20070510112945

    http://photojournal.jpl.nasa.gov/jpegMod/PIA02826_modest.jpg

    http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02831

    http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02860

    Hier z.B. ist sehr schön zu sehen dass das Schatten des Mondes Io in der Breite des Roten Fleck sich befindet.

    http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02863

    Auf dem nächsten Link sind die animierten Bilder des Jupiters (vom Nordpol gesehen) zu bestaunen. Man siehe am Rande fünf Wirbelstürme die symmetrisch verteilt sind.

    http://photojournal.jpl.nasa.gov/archive/PIA03452.gif

    Um es zu verstehen wie solche Struktur entstehen kann schlage ich ein Simulationsprogramm vor.

    Es ist von dieser Seite zu laden.

    http://indigo.ie/~gnugent/JupSat95/

    Bei Veränderung des Startgeschwindigkeit (Doppeldreieck ein-klicken und ein Wert zwischen 1 und 999 angeben) sind, zwar schwach aber erkennbar, Strukturen zu sehen.

    Die Begegnung der Monde findet anscheinend nur bei bestimmten Stellen statt, die symmetrisch um den Jupiter verteilt sind. Es bilden sich geometrische Figuren aus solchen Stellen. Genauso wie das in der Natur (siehe Link oben) zu beobachten ist.
    Interessant ist, dass diese Figuren zwar beständig sind , die rotieren aber um das Planet herum.

    Stellen wir uns jetzt ein Paar „Wissenschaftler“ vor, die so eine Sonne wie unseren Jupiter aus einer Entfernung von mehreren Lichtjahren beobachten.

    Sie stellen fest dass die Helligkeit der Sonne sich periodisch ändert. Erstaunlicherweise sind die Änderungszeiten aber sehr kurzperiodisch. Und bewegen sich im Bereich von wenigen Wochen manchmal sogar Tagen. Unsere klugen „Wissenschaftler nehmen ihre Lupen und Taschenrechner und beginnen ihre Naturgesetze anzuwenden. Und da statt Sonnenflecken tauchen plötzlich heiße Jupiter die fast innerhalb der Atmosphäre der Sonne ihre Runden drehen. Unsere „Wissenschaftler“ wundert dass nicht. Sie haben zwar keine Gehirne aber wozu Graue Zellen wenn man der Glaube hat.

    Auf diese weise werden die Beobachtungen von Sonnenflecken zu den Planeten erklärt. Passt wundervoll zu der Wissenschaft, die besteht auch nur aus Artefakten.