Posted in: Planeten, Raumfahrt 30. März 2011 12:40 Weiter lesen →

Erstes Bild aus der Bahn um Merkur

Blick über eine kraterübersäte Welt, darin mehrere Krater mit hellen bzw. dunklen Strahlenkränzen, pechschwarzer Hintergrund Die Raumsonde Messenger hat erstmals Aufnahmen aus der Umlaufbahn um den Merkur zur Erde geschickt. Ein von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA veröffentlichtes Bild zeigt den innersten Planeten des Sonnensystems als von Kratern übersäte Welt.

Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington

Messenger war vor elf Tagen als erste Raumsonde überhaupt in eine Umlaufbahn um den Merkur eingetreten. Die nun veröffentlichte Aufnahme ist die erste von 364, die in den sechs Stunden nach der Aktivierung des Kamerasystems an Bord der Sonde gemacht wurden.

Das Bild zeigt die Region Michelangelo auf der Südhalbkugel des Merkur. Aus der pockenarbigen Oberfläche sticht der rund 80 Kilometer große Krater Debussy mit seinem Kranz heller Strahlen hervor. Westlich von Debussy fällt zudem der rund 25 Kilometer weite Krater Matabei mit seinen dunklen Strahlen auf.

Messenger war bereits im August 2004 gestartet. Hätte die Sonde den Merkur direkt angesteuert, hätte sie bei ihrem Sturz ins innerste Sonnensystem so viel Fahrt aufgenommen, dass sie mit mehreren Kilometern pro Sekunde an dem Planeten vorbeigeschossen wäre. Stattdessen absolvierte sie Vorbeiflüge an Erde, Venus und auch am Merkur, um noch vor dem eigentlichen Bremsmanöver den Großteil ihrer überschüssigen kinetischen Energie abzugeben.

In den folgenden zwölf Monaten soll Messenger den Merkur mithilfe ihrer Kameras und eines Laser-Höhenmessers gründlich kartieren. Mit einer Reihe weiterer Instrumente soll sie zudem die chemische Zusammensetzung, das Magnetfeld, das Schwerefeld und auch die extrem dünne Gashülle des Planeten studieren.

Forschung: Sean C. Solomon, Department of Terrestrial Magnetism, Carnegie Institution of Washington; Eric J. Finnegan, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Laurel, Maryland; und andere

WWW:
Messenger-Homepage, JHU Applied Physics Laboratory
Gazetteer of Planetary Nomenclature
Mercury

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Meteoriten vom Merkur
Merkur birgt einen flüssigen Kern

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