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Archiv für: April, 2011

Portrait einer Supererde

Grafik zeigt Sonne und praktisch identischen 55 Cancri als gelbe Kugeln, davor als schwarze Flecken Erde und Jupiter bzw. 55 Cancri e

Ähnlichkeit mit einer glühenden Kanonenkugel dürfte ein Planet bei einem Nachbarstern der Sonne aufweisen. Amerikanische und kanadische Forscher haben ermittelt, dass das rasende Objekt gut 700 Prozent mehr Masse besitzt als die Erde, aber nur etwa 60 Prozent größer ist. Seine Dichte liegt daher deutlich über der von Eisen.

Supernova durch nimmersatten Stern

Falschfarbenbild zeigt die kugelrunde Explosionswolke der Tycho-Supernova mit hellblauem Bogen

Im 16. Jahrhundert verfolgte ein dänischer Astronom, wie ein neuer Stern am Nachthimmel aufleuchtete und allmählich wieder verblasste. Ursache des Phänomens war der Kollaps einer ausgebrannten Sonne, bestätigt eine Studie chinesischer und amerikanischer Forscher. Das Objekt saugte demnach Gas von einem nahen Begleitstern ab, bis es schließlich unter seiner wachsenden Masse in sich zusammensackte und als Supernova explodierte.

Kohlenmonoxid über Pluto

Bild zeigt großen weißen Lichtfleck neben einem etwas kleineren, in etwas Abstand zwei noch kleinere Flecken vor schwarzem Hintergrund

Schottischen Astronominnen ist der erste sichere Nachweis von Kohlenmonoxid in der Atmosphäre des Pluto gelungen. Die Verbindung war bereits in Form von Eis auf der Oberfläche des Zwergplaneten entdeckt worden. Nun zeigt sich, dass sie auch Bestandteil einer weiten Gashülle um die eisige Welt ist.

Mehr Schwergewichte in der Milchstraße

Falschfarbenbild zeigt Infrarotblick in die Milchstraße mit rötlichen Gasfetzen, darüber gelegt Röntgenaufnahme mit hellblau strahlenden Sternen

In der Milchstraße gibt es mehr stellare Schwergewichte als bislang angenommen. Diesen Schluss legen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe nahe. Bei der genaueren Untersuchung von vier Röntgenquellen in der Milchstraße entpuppten sich diese als Sterne mit bis zu 50 Sonnenmassen.

Alte Galaxie im jungen Kosmos

Blick in das gleißend helle Zentrum eines Galaxienhaufens, neben einigen Spiralgalaxien auch viele helle Lichtpunkte, zwei davon rot eingekreist

Sehr bald nach der Entstehung des Kosmos verklumpte das Gas darin zu den ersten Galaxien und Sternen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Astronomengruppe nach dem Blick durch ein kosmisches Vergrößerungsglas. Die dadurch erkennbare Galaxie bestand schon 950 Millionen Jahre nach dem Urknall vorwiegend aus alten Sternen.

Ein wankelmütiger Partner im All

Teleskopaufnahme zeigt den Asteroid als schwachen Lichtfleck zwischen gleißend hell erscheinenden Sternen

Auf ihrer Bahn um die Sonne wird die Erde von einem höchst wankelmütigen Partner begleitet. Das haben nordirische Astronomen herausgefunden. Ein kürzlich entdeckter Asteroid nähert sich der Erde alle 175 Jahre abwechselnd von vorne oder von hinten – nur um von ihrem Schwerefeld wieder in Gegenrichtung geschickt zu werden.

Flüssiges Wasser in Kometen

Grafik zeigt Blick über die schmutziggraue, kraterübersäte Oberfläche eines Kometen, aus der helle Gasströme emporschießen

Kometen sind vielleicht nicht die perfekten Kühltruhen, für die sie bislang gehalten werden. Entsprechende Hinweise haben amerikanische Forscher bei der Untersuchung von Staubkörnchen eines Kometen gefunden. Einige der darin vorhandenen Mineralien können nur in Anwesenheit von flüssigem Wasser entstanden sein.

Forscher erklären Pioneer-Anomalie

Zeichnung zeigt Sonde mit kleinem sechseckigem Rumpf mit langen Auslegern und großer Parabolantenne, auf eine ferne Sonne gerichtet, am Jupiter mit weißen und bräunlichen Wolkenbändern

Seit Jahrzehnten rätseln Forscher und Weltraumenthusiasten über eine Kraft, die die beiden Raumsonden Pioneer 10 und 11 in Richtung Sonne zieht. Portugiesische Forscher glauben nun, dass diese “Pioneer-Anomalie” eine sehr einfache Ursache hat. Der Effekt lässt sich demnach problemlos durch eine ungleichmäßige Wärmeabstrahlung der Sonden erklären.

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