Posted in: Raumfahrt, Sonnensystem 4. Mai 2011 13:41 1 Kommentar Weiter lesen →

Sonde beginnt Anflug auf Asteroid

Grafik zeigt würfelförmige Sonde mit zwei langen Solarpaneelen Auf ihrem Weg zum Asteroid Vesta ist die Raumsonde Dawn in die Anflugphase eingetreten. Nach jahrelangem “Blindflug” durch das Sonnensystem wird die Sonde nun ihre Kameras für die weitere Annäherung an das Ziel nutzen. Im Juli soll sie in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und den mehr als 500 Kilometer großen Brocken aus nächster Nähe studieren.

Grafik: NASA/JPL

“Nach mehr als dreieinhalb Jahren im interplanetarischen Raum nähern wir uns endlich unserem ersten Halt”, freut sich Marc Rayman vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena. “Schon bald wird uns Dawn präzise Daten über ein Welt liefern, die für irdische Wissenschaftler in den letzten zweihundert Jahren kaum mehr war als ein kleiner Lichtfleck.”

Dawn war im Herbst 2007 gestartet und hat bereits eine Reise von gut 2,6 Milliarden Kilometern hinter sich. Unter Einsatz ihres Ionenantriebs und durch einen Vorbeiflug am Mars hat sich die Sonde auf einer weiten Spiralbahn, auf der sie die Sonne schon zwei Mal umlaufen hat, langsam an den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter herangearbeitet. Nun sind es noch etwa 1,2 Millionen Kilometer bis Vesta.

Dort angekommen, soll Dawn den drittgrößten Asteroiden umkreisen und mit einer Reihe von Instrumenten gründlich studieren – darunter ein in Deutschland entwickeltes und gebautes Kamerasystem sowie ein Spektrometer aus Italien. Nach einem Jahr soll die Sonde dann erneut auf die Reise gehen und mit Ceres den größten Asteroiden ansteuern. Dieses Ziel soll sie im Jahr 2015 erreichen.

Aus den zur Erde übermittelten Daten erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler neue Erkenntnisse über den Aufbau der Asteroiden und damit letztlich auch über die Frühzeit des Sonnensystems und die Bildung der Planeten.

Forschung: Christopher T. Russell, Institute of Geophysics and Planetary Physics, University of California, Los Angeles; Fabrizio Capaccioni, Instituto Nazionale di Astrofisica, Rom; Ulrich Christensen, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau; und andere

WWW:
Dawn
On the threshold of a new world
Asteroidengürtel
How Planets Form

Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Wassereis auf Asteroid nachgewiesen
NASA will Asteroidenmission fortsetzen

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1 Kommentar zu "Sonde beginnt Anflug auf Asteroid"

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  1. Artur Kluge sagt:

    Im Astronomieunterricht in der Schule sah ich das Lehrbuch schon als veraltet an weil ich mich seit eh und je aus Wißbegierde mit dieser Naterie beschäftigt habe.
    Das ist jetzt ca. 50Jahre her.
    Inzwischen sind viele Exoplaneten entdeckt, Galaxien und Pulsare sind hinzugekommen, die Erkenntnisse scheinen in der Astronomie unendlich zu sein.
    Leider werden diese Erkenntnisse nicht von der irdischen Physik untermauert.
    Der wissenschaftliche Forscherdrang hofft zwar, dass man eines Tages zu einem anderen Sternensystem reisen kann doch es fehlen leider immer noch die
    physikalischen Grundlagen um evtl. eine Entfernung von ein paar Lichtjahren zu
    überbrücken. Das wird sich auch in ferner Zukunft nicht ändern auch wenn die
    Startrek-Reihe uns etwas anderes vorgaukelt. Dort kann man ja in einigen Minuten mit 12facher Lichtgeschwindigkeit von einer Galaxie zur anderen düsen.
    In Wahrheit bräuchte man auch mit dieser unvorstellbaren Geschwindigkeit einige hundert Jahre.
    Sollte man, angesichts dieser Ausweglosigkeit aus den physikalischen Gesetzen
    die gesamte Forschung in der Astronomie nicht einstellen? Wem bringt es was?
    Diese Milliarden könnten so sinnvoll angelegt werden, dass alle Menschen auf diesem Planeten Erde eine glückliche Heimstatt hätten.
    Es braucht keine Obdachlosen, Kriminelle, Wirtschaftsflüchtlinge, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Minijobber zu geben. Keiner müsste hungern.
    Es wären genügend Ressorcen für alle da.

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