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Archiv für: Juli, 2011

Ein tänzelnder Trojaner für die Erde

Grafik zeigt kleine Erde vor ferner Sonne und die Bahn des Asteroiden als giftgrüne Spirale

Kanadische Astronomen haben einen Asteroiden entdeckt, der gemeinsam mit der Erde um die Sonne zieht. Der wenige Hundert Meter große Gesteinsbrocken nähert sich der Erde dabei regelmäßig und entfernt sich wieder von ihr. Für irdische Beobachter scheint er daher um die Sonne zu tänzeln.

Lichtquirl im jungen Sonnensystem

Mikroskopaufnahme zeigt zwei kaulquappenförmige Einschlagspuren in einem transparenten Medium

Auf vielen Fensterbänken setzen sich dekorative Lichtmühlen in Bewegung, sobald sie von der Sonne beschienen werden. Ein ganz ähnlicher Effekt hat vielleicht auch die Zusammensetzung des Sonnensystems beeinflusst, zeigen Modellrechnungen französischer und deutscher Forscher. Indem sich Mineralpartikel in der Nähe der jungen Sonne ungleichmäßig erwärmten, könnten sie in die frostigen Gefilde jenseits der Planeten gedrückt worden sein – und damit in die Entstehungsregion der Kometen.

Vierter Plutomond entdeckt

Falschfarbenbild zeigt Pluto als hellen großen Fleck, umgeben von vier kleineren Flecken, kreuzförmiges Artefakt

Eher zufällig haben amerikanische Astronomen einen neuen Begleiter des Pluto entdeckt. Auf einer besonders lange belichteten Aufnahme des eisigen Zwergplaneten fanden die Forscher zwar nicht den erhofften Staubring, dafür jedoch einen kompakten Lichtfleck.

Erste Bilder aus der Vesta-Umlaufbahn

Aufnahme der zu einem Drittel im Schatten liegenden Vesta mit Kratern, Bergen, Furchen und Aufwölbungen

Die Raumsonde Dawn hat ihre ersten Bilder aus der Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta zur Erde geschickt. Die Aufnahmen zeigen den drittgrößten Körper im Asteroidengürtel als eine von Einschlägen gezeichnete Welt mit einer stellenweise verschrumpelt wirkenden Oberfläche.

Tanz der Weißen Zwerge

Grafik zeigt zwei weißglühende Kugeln mit einer schemenhaften Gasbrücke zwischen sich, schwarzer Hintergrund

Zwei ausgebrannte Sterne, die fast schon auf Tuchfühlung miteinander sind, haben amerikanische und spanische Astrophysiker entdeckt. Das extreme Gespann besteht aus Weißen Zwergen, die sich alle 13 Minuten in geringem Abstand umkreisen, und könnte einen idealen Prüfstein für Albert Einsteins allgemeine Relativitätstheorie darstellen.

Kosmischer Drall

Bild einer Spiralgalaxie mit hellblauen Spiralarmen, hellem Zentrum

Selbst auf einem sehr groben Maßstab ist das Universum kein einheitliches Gebilde. Zu diesem Schluss kommt ein amerikanischer Physiker nach der Betrachtung von mehreren Zehntausend Galaxien. Im Umkreis von gut einer Milliarde Lichtjahren um die Milchstraße ist die Zahl der Spiralgalaxien, die sich im bzw. gegen den Uhrzeigersinn drehen, demnach nicht völlig ausgeglichen.

Staubiger Sterntod

Falschfarbenbild zeigt dunkel- bis hellviolette Wolken, zwei Striche markieren einen hellen Punkt

Wenn große Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren, produzieren sie nicht nur gewaltige Mengen von Strahlung. Den Beleg für diese Ansicht liefern neue Beobachtungen jener spektakulären Supernova, die im Jahr 1987 in der Nachbarschaft der Milchstraße aufgeleuchtet war. Fast ein Vierteljahrhundert später finden sich im Umfeld der Explosion beträchtliche Mengen von Staub.

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