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Themenarchiv für: Astrobiologie

Ungemütliche Zwergsterne

Grafik zeigt dunkle Scheibe eines Planeten vor einem nahen, dunkelroten Stern mit Protuberanzen

Wer nach lebensfreundlichen Welten im All sucht, darf sich nicht allein nach dem Wasser richten. Das belegt eine Studie, die ein Potsdamer Forscher gemeinsam mit Kollegen in Frankreich und den Vereinigten Staaten erstellt hat. Auch die Gezeitenkräfte mit ihrem vielfältigen Einfluss auf einen Planeten müssen stimmen.

Wassereis auf Asteroid nachgewiesen

Grafik zeigt kleines Objekt mit hellem Schweif vor der Nachtseite eines Planeten, im Hintergrund eine strahlende Sonne

Asteroiden sind keine trockenen Geröllhaufen, demonstrieren Beobachtungen amerikanischer und spanischer Astronomen. Im Lichtspektrum eines Asteroiden, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist, konnten sie den optischen Fingerabdruck von Wasser und organischen Verbindungen nachweisen.

Hilfreicher kosmischer Staub

Bild zeigt weiß-türkisfarbene Gasfetzen, darin eingebettet grellweiße Punkte, schwarzer Hintergrund

So lästig Staub im Haushalt ist, so hilfreich ist er im Weltraum. Diese Ansicht bekräftigen Experimente schottischer Chemiker. Der Großteil des Wassers im All verdankt seine Entstehung demnach winzigen interstellaren Staubkörnern, die günstige Reaktionsbedingungen bieten.

Der Staub ferner Erden

Grafik zeigt Blick über den Horizont eines bläulichen Planeten auf ein von Asteroiden umkreistes Gestirn

Gesteinsplaneten mit Wasser könnten in der Milchstraße relativ häufig sein. Dieses Fazit zieht eine internationale Astronomengruppe nach der eingehenden Musterung ausgebrannter Sterne. Viele davon weisen demnach eine “Verschmutzung” durch schwere chemische Elemente auf, wie sie am ehesten durch Asteroiden oder felsige Planeten erklärt werden kann.

Einschlägig organisch

Aufnahme des Enceladus als eisige, von tiefen Rissen überzogene Kugel

Dass organische Verbindungen auch ohne Zutun von Organismen entstehen können, ist seit langem bekannt. Mitunter braucht es dazu nur einen kräftigen Stoß, lässt ein Experiment englischer Astrophysiker vermuten. Bei Einschlägen auf eisigen Monden und anderen Himmelskörpern könnten sich demnach sogar einfache Aminosäuren bilden.

Mars-Methan ist hausgemacht

Blick auf den Mars, rotbraun, zerfurcht

In der dünnen Gashülle des Mars sind mehrfach große Methanfahnen entdeckt worden, deren Herkunft bis heute unklar ist. Eine Erklärungsmöglichkeit glauben zwei englische Forscher nun ausschließen zu können. Ihren Experimenten zufolge, kann das Gas nicht aus Meteoriten stammen, die beim Eintritt in die Mars-Atmosphäre verglühen.

Methan bei zweitem Exoplaneten entdeckt

Illustration zeigt Gasriesen mit rot-braunen Wolkenbändern, dichter Atmosphäre, im Hintergrund einen gleißend hellen Stern

Auch die Planeten anderer Sterne haben grundsätzlich das Zeug für die Entwicklung von Leben. Diese Ansicht bekräftigt der Fund von drei einfachen Molekülen auf einem Exoplaneten in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne. Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, in der Gashülle der heißen Welt Wasser, Kohlendioxid und Methan nachzuweisen.

Außerirdische Aminosäuren

Grafik zeigt Sonde als goldenen Würfel mit bläulichen Solarpaneelen, im Hintergrund Komet als weiße Kugel mit gleißend hellem Schweif

Vor drei Jahren hatte eine Raumsonde Proben von Kometenstaub zur Erde gebracht. Die darin entdeckten Aminosäuren gehen nicht auf irdische Verunreinigungen zurück, haben amerikanische Chemiker nun zeigen können. Gemessen an ihren chemischen Bausteinen, müssen die organischen Verbindungen im All entstanden sein.

Rätselhaftes Mars-Methan

Grafik zeigt Blick auf den dunklen Mars, regional erhöhte Methankonzentrationen als rötliche Flecken inmitten grüner und blauer Konturen

Trotz aller Bemühungen gibt der Mars weiterhin Rätsel auf. Das demonstrieren Modellrechnungen zweier französischer Forscher. Große Fahnen von Methangas, wie sie über dem roten Planeten beobachtet worden sind, lassen sich auf Basis derzeitigen Wissens demnach kaum erklären.

Weniger Spielraum für ferne Erden

Aufnahme der schwefelgelben Io mit zahlreichen Vulkanen, Einsturzkratern, Lavaströmen

Die Grenzen für lebensfreundliche Welten sind enger gesteckt als bislang angenommen. Nicht nur muss ein Planet gerade so viel Strahlung von seinem Stern erhalten, dass es auf ihm flüssiges Wasser geben kann. Auch die Gezeitenkräfte müssen stimmen, glauben amerikanische Astronomen.

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