Scienceticker.info Scienceticker Umwelt
Themenarchiv für: Kosmos

Kosmischer Glockenschlag

Grafik zeigt beinahe vollständig erfolgte Verschmelzung zweier Neutronensterne in dunkelblau bis hellgrün verlaufenden Dichtekonturen

Die Verschmelzung ausgebrannter Sterne hat gewisse Ähnlichkeit mit einem kosmischen Glockenschlag. Das zeigen umfangreiche Computersimulationen, die Garchinger Astrophysiker angestellt haben. Je kleiner das bei der Verschmelzung entstehende Objekt ist, desto höherfrequent sind seine Schwingungen – ganz so, wie eine kleine Glocke heller klingt als eine große.

Supernova: Alte Sterne lassen es krachen

Teleskopbild zeigt leicht wellige, schemenhafte rötliche Kugelschale vor sternbesetztem Hintergrund

Ausgebrannte Sterne sind, wenn sie sich zusammentun, noch immer für eine gewaltige Explosion gut. Diese Vermutung bekräftigen Beobachtungen zweier amerikanischer Astronomen. Eine Supernova, die sich vor etwa 400 Jahren in einer Nachbargalaxie der Milchstraße ereignete, geht demnach auf zwei Weiße Zwerge zurück. Indem Materie von einem der beiden Zwerge auf den anderen fiel, erreichte dieser eine Masse, bei der er unter seinem eigenen Gewicht in sich zusammensackte.

Frühreife Galaxien

Grafik zeigt zwei Galaxien als violett-blaue Gasmassen mit Sternen, in einer davon ein gleißend heller Strahlungsausbruch

Auf zwei überraschend gehaltvolle Galaxien sind Garchinger Astrophysiker gestoßen. Bei der Analyse eines fernen Strahlungsausbruchs zeigte sich, dass dessen Strahlung gleich zwei Galaxien durchlaufen hat. Gemessen an ihrem optischen Fingerabdruck, enthielten beide schon in der Frühzeit des Kosmos deutlich mehr schwere Elemente als heute die Sonne.

Früher kosmischer Kohlenstoff

Bild zeigt einige Lichtflecken, teils als Galaxien erkennbar, auf schwarzem Hintergrund, ein Fleck mit zwei gelben Strichen markiert

Die ersten Sterne begannen sehr rasch, die Chemie des jungen Universums zu verändern. Zu diesem Schluss kommen japanische und italienische Astrophysiker nach dem Nachweis von Kohlenstoff in einer der ersten Galaxien. Gut eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gab es demnach schon beträchtliche Mengen des Elements, obwohl dieses erst nachträglich im Innern von Sternen erzeugt werden musste.

Alter Stern trotzt Theorie

Bild zeigt einige Sterne als weiße Lichtflecken auf schwarzem Hintergrund, einer davon mit einem grünen Pfeil markiert

Europäische Astronomen haben einen Stern identifiziert, den es nach derzeitigem Verständnis nicht geben dürfte. Das Objekt im Sternbild Löwe besitzt weniger als vier Fünftel der Sonnenmasse und enthält wenig Kohlenstoff und andere schwere chemische Elemente, dass er sich gar nicht erst hätte bilden dürfen.

Kosmischer Drall

Bild einer Spiralgalaxie mit hellblauen Spiralarmen, hellem Zentrum

Selbst auf einem sehr groben Maßstab ist das Universum kein einheitliches Gebilde. Zu diesem Schluss kommt ein amerikanischer Physiker nach der Betrachtung von mehreren Zehntausend Galaxien. Im Umkreis von gut einer Milliarde Lichtjahren um die Milchstraße ist die Zahl der Spiralgalaxien, die sich im bzw. gegen den Uhrzeigersinn drehen, demnach nicht völlig ausgeglichen.

Frühe galaktische Ruheständler

Bild zeigt zahllose orange bis blau gefärbte, spiral- bis ellipsenförmige Galaxien vor schwarzem Hintergrund

Viele Galaxien führen ein geruhsames Dasein und bilden kaum noch neue Sterne. Diese galaktischen Ruheständler sind nicht unbedingt ein Zeichen eines gealterten Universums, hat eine internationale Astronomengruppe bei der Untersuchung von mehreren Tausend Galaxien entdeckt. Inaktive Exemplare gab es demnach bereits in der Frühzeit des Universums, gut 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall.

Lebendes galaktisches Fossil

Teleskopaufnahme einer länglichen bläulichen Galaxie voller Gas vor schwarzem Hintergrund

Eine besonders urtümlich anmutende Galaxie haben europäische Astronomen identifiziert. Bei der erneuten Analyse zwei Jahrzehnte alter Beobachtungsdaten fanden sie, dass die Zwerggalaxie nur wenig schwere Elemente enthält, im Gegenzug aber reichlich Gas.

Milchstraße mit Seltenheitswert

Bild zeigt bläulich glimmende Wolke voller rötlicher und gelblicher Lichtflecken

Die Milchstraße ist keine Galaxie wie jede andere. Zumindest durch ihre Begleitgalaxien hebt sie sich deutlich von den anderen Galaxien im Universum ab, haben amerikanische Forscher ermittelt. Nur etwa jede dreißigste Galaxie ähnlichen Kalibers besitzt demnach zwei helle Begleiterinnen, wie sie mit der Kleinen und der Großen Magellanschen Wolke vergleichbar wären.

Ein Dia des jungen Universums

Fächerförmiges Muster roter und blauer Flecken auf weißem Hintergrund

Das Licht ferner Galaxien verrät die Materieverteilung im jungen Universum. Eine entsprechende dreidimensionale Karte hat eine internationale Forschergruppe auf einer Fachtagung in Kalifornien vorgestellt. Sie zeigt, wo es vor rund elf Milliarden Jahren besonders viel bzw. besonders wenig Wasserstoff gab.

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes

Real Time Web Analytics