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Themenarchiv für: Kosmos

Milchstraße mit Seltenheitswert

Bild zeigt bläulich glimmende Wolke voller rötlicher und gelblicher Lichtflecken

Die Milchstraße ist keine Galaxie wie jede andere. Zumindest durch ihre Begleitgalaxien hebt sie sich deutlich von den anderen Galaxien im Universum ab, haben amerikanische Forscher ermittelt. Nur etwa jede dreißigste Galaxie ähnlichen Kalibers besitzt demnach zwei helle Begleiterinnen, wie sie mit der Kleinen und der Großen Magellanschen Wolke vergleichbar wären.

Ein Dia des jungen Universums

Fächerförmiges Muster roter und blauer Flecken auf weißem Hintergrund

Das Licht ferner Galaxien verrät die Materieverteilung im jungen Universum. Eine entsprechende dreidimensionale Karte hat eine internationale Forschergruppe auf einer Fachtagung in Kalifornien vorgestellt. Sie zeigt, wo es vor rund elf Milliarden Jahren besonders viel bzw. besonders wenig Wasserstoff gab.

Alte Galaxie im jungen Kosmos

Blick in das gleißend helle Zentrum eines Galaxienhaufens, neben einigen Spiralgalaxien auch viele helle Lichtpunkte, zwei davon rot eingekreist

Sehr bald nach der Entstehung des Kosmos verklumpte das Gas darin zu den ersten Galaxien und Sternen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Astronomengruppe nach dem Blick durch ein kosmisches Vergrößerungsglas. Die dadurch erkennbare Galaxie bestand schon 950 Millionen Jahre nach dem Urknall vorwiegend aus alten Sternen.

Mehr Fußball-Moleküle im All

Grafik zeigt Kugelstoffmoleküle aus blauen Kohlenstoffatomen, im Hintergrund ein gelber, von einer orange-roten Gashülle umgebener Stern

Molekulare Fußbälle könnten im Weltraum sehr viel häufiger vorkommen als bislang vermutet. Diesen Schluss legen Beobachtungen spanischer, indischer und amerikanischer Forscher nahe. Die auch als Buckyballs bekannten Kugeln aus reinem Kohlenstoff scheinen demnach eine erstaunliche Affinität zu Wasserstoff zu haben, dem mit Abstand häufigsten Element.

Astronomen wiegen Schwarzes Loch

Langzeitbelichtetes Foto zeigt großes Teleskop mit schimmernder Kuppel, über dem sich der Sternenhimmel dreht, einige blassrot gefärbte "Fahrstrahlen"

Das wohl massereichste Schwarze Loch in der kosmischen Nachbarschaft der Milchstraße haben amerikanische Astronomen gewogen. Gemessen an der hohen Geschwindigkeit der Sterne, die die Schwerkraftfalle umkreisen, dürfte diese eine Masse von 6,6 Milliarden Sonnen in sich vereinen.

Das größte Bild des Himmels

Karte des Nordpolarregion der Milchstraße als aus Streifen gebildetes Oval, angefüllt mit einem regelrechten Bildrauschen aus hellen Punkten

Das größte Bild des Himmels hat eine internationale Forschergruppe erstellt. Am Computer zusammengesetzt aus mehreren Millionen Teleskopaufnahmen, zeigt es von Asteroiden bis hin zu fernen Galaxien beinahe 500 Millionen Objekte am Nachthimmel – natürlich in Farbe.

Sterne: Stattliche Einzelgänger

SW-Bild zeigt hellen Stern als großen Lichtfleck, eingekreist und umgeben von vielen kleineren Flecken, vor grauem Hintergrund

Große Sterne können sich beinahe überall im Kosmos bilden. Diesen Schluss legen Beobachtungen nahe, die eine amerikanische Astronomengruppe mit dem Weltraumteleskop Hubble angestellt hat. Mehrere massereiche Sterne stehen demnach völlig allein im All und sind nicht etwa Teil eines mehr oder weniger großen Sternhaufens.

Schwarze Löcher: Sporadisch hyperaktiv

Zwei Bilder zeigen Blick in Galaxienhaufen mit blau glimmendem Haufengas und Portraitaufnahme einer einzelnen Galaxie

In vielen Galaxien schlummert ein enormes Schwarzes Loch, das gelegentlich große Energiemengen freisetzt. Wie häufig solche aktiven Phasen sind, hat eine US-Forscherin im Rahmen einer großangelegten Beobachtungskampagne ermittelt. Von rund 100.000 studierten Galaxien sendet demnach gut jede hundertste die verräterische Strahlung aus.

Forscher: Das Universum ist “flach”

Aufnahme eines Paares heller Spiralgalaxien mit weit geschwungenen Armen

Das Universum enthält gerade genug Energie, um irgendwann eine Art Gleichgewichtszustand zu erreichen. Zu diesem Schluss kommen zwei französische Kosmologen nach der Beobachtung ferner Galaxienpaare. Demnach wird das Universum nicht unter seinen eigenen Masse wieder in sich zusammenfallen. Seine Ausdehnungsrate wird aber verschwindend klein werden.

Alte Galaxie mit neuem Schwung

Blick ins Zentrum der Galaxien zeigt einen bläulich glimmenden Ring hinter dunklen Staubschwaden, ein Einschub zeigt die ganze Galaxie als diffuse Ellipse

Auch galaktische Senioren können einen zweiten Frühling erleben, zeigen Beobachtungen englischer und amerikanischer Astronomen. Obwohl die von ihnen studierte Galaxie zu einem als reif und eher geruhsam geltenden Galaxientyp gehört, erstrahlt sie im Licht junger Sonnen – entzündet wahrscheinlich durch die Verschmelzung mit einer kleineren Begleitgalaxie.

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