Scienceticker.info Scienceticker Umwelt
Themenarchiv für: Planeten

Saturns leuchtender Puls

2 Bilder zeigen hellen, leicht zerfransten Ring auf blauem Untergrund und Seitenansicht des Saturn mit kaum erkennbaren Ringen, weißen Flecken um den Nordpol

Anders als ihre irdischen Pendants, legen die Polarlichter auf dem Saturn ein verblüffend regelmäßiges Verhalten an den Tag. Das haben europäische und amerikanische Astronomen entdeckt. Die Polarlichter des Ringplaneten werden demnach ungefähr im Rhythmus eines Saturntages um den Faktor 3 heller und dunkler.

Sonde lotet Titan-See aus

Hakenförmiger See als schwarze Fläche, eingefasst von Bergen und flachem Terrain, einige farbige Tiefenprofile in Ufernähe

Einen See auf einem anderen Himmelskörper hat eine internationale Forschergruppe erstmals ausgelotet. Anhand von Radarmessungen der Sonde Cassini konnten die Forscher einige Meter tief in den Ontario Lacus schauen, den größten See auf dem Saturnmond Titan.

Kiesel auf Titan

Bild einer diesigen orangefarbenen Szenerie mit runden Steinen, daneben Farbfoto irdischer Kiesel in dunklem feinkörnigen Sediment

Nicht nur an irdischen Hängen, auch auf dem Saturnmond Titan kommt es mitunter zu regelrechten Sturzfluten. Neue Belege für diese Ansicht hat eine internationale Forschergruppe in Radardaten der Sonde Cassini gefunden. Ungewöhnlich helle Radarreflexe aus mutmaßlichen Flussbetten lassen sich demnach am ehesten durch Massen eisiger Kieselsteine erklären.

Hilfreicher kosmischer Staub

Bild zeigt weiß-türkisfarbene Gasfetzen, darin eingebettet grellweiße Punkte, schwarzer Hintergrund

So lästig Staub im Haushalt ist, so hilfreich ist er im Weltraum. Diese Ansicht bekräftigen Experimente schottischer Chemiker. Der Großteil des Wassers im All verdankt seine Entstehung demnach winzigen interstellaren Staubkörnern, die günstige Reaktionsbedingungen bieten.

Mehr Gesellschaft für Pluto

Seit einigen Jahren ist Pluto nur noch ein Zwergplanet. Als solcher ist der vormals neunte Planet lediglich einer unter vielen, demonstrieren Berechnungen zweier australischer Forscher. Demnach können sich mittelgroße Objekte im Sonnensystem deutlich früher unter ihrem eigenen Gewicht zu einer Kugel verformen als angenommen.

Dicke Sommerluft auf Triton

Grafik zeigt von Kratern übersäte Eisoberfläche eines kleinen Himmelskörpers, auf der sich die ferne Sonne spiegelt, über dem Horizont die Sichel eines bläulichen Gasplaneten

Auch in den Außenbezirken des Sonnensystems macht sich eine Art Sommer bemerkbar, zeigen Beobachtungen einer französisch-deutschen Forschergruppe. Auf der Südhalbkugel des Neptunmond Triton hat sich der Atmosphärendruck beinahe vervierfacht, indem die Sonne dort ihren höchsten Punkt durchlaufen hat.

Edelgas-Regen im Jupiter

Grafik: Burkhard Militzer/UC Berkeley

Helium verleiht Luftschiffen und bunten Ballons den nötigen Auftrieb. Ganz anders verhält sich das Edelgas auf dem Jupiter, zeigen Modellrechnungen zweier amerikanischer Forscher. In den äußeren Schichten des Planeten bilden sich bei hohen Temperaturen und Drücken regelrechte Regentropfen aus Helium, die auf ihrem Weg abwärts Atome von Neon aufnehmen.

Staus im Sonnenwind nagen am Mars

Blick über den rötlichen Mars, den Smiley-Krater, zum Horizont, schemenhafte Gashülle

Regelrechte Staus im Sonnenwind versetzen der Atmosphäre des Mars schwere Schläge. Das haben englische, schwedische und deutsche Forscher beobachtet. Wenn schnelle Teilchen im Sonnenwind auf langsamere Pendants auflaufen, schlägt die resultierende Stoßwelle große Mengen von Atomen aus der ohnehin dünnen Gashülle des roten Planeten.

“Flüsse” aus Lava

Aufnahme zeigt Stelle des Kanals, an der sich dieser in zahlreiche Arme auffächert, die später wieder zusammenfinden

An Flussläufe erinnernde Strukturen müssen nicht unbedingt auf flüssiges Wasser hinweisen. Das demonstriert der Fall eines beinahe 300 Kilometer langen Kanals auf dem Mars, den amerikanische Forscher untersucht haben. Obwohl das Gebilde wie ein natürlicher Fluss mäandriert und sich vorübergehend in mehrere Arme aufspaltet, dürfte es letztlich doch auf Lava zurückgehen.

Neue Karte zeigt gescheckten Pluto

Blick auf den Pluto als bunt gescheckte Kugel vor schwarzem Hintergrund

Passend zum Geburtstag des Pluto-Entdeckers Clyde Tombaugh, haben amerikanische Astronomen die bislang detailreichste Karte des fernen Zwergplaneten veröffentlicht. Das Produkt jahrelanger Rechenarbeit zeigt Pluto als weiß, orange und dunkelbraun gescheckte Welt. Deren Oberfläche erfährt, ungeachtet der großen Entfernung von der Sonne, deutliche jahreszeitliche Veränderungen.

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes

Real Time Web Analytics