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Themenarchiv für: Sonnensystem

Furioses Ende eines Kometen

Falschfarbenaufnahme der brodelnden Sonnenoberfläche, eingezeichnet der Bogen der Kometenbahn, einige Ausschnitte zeigen die brockige Trümmerspur

Immer wieder vergehen Kometen über der Sonne. Was genau dabei geschieht, haben amerikanische und schottische Forscher erstmals beobachten können. Indem der von ihnen studierte Komet durch die Korona der Sonne raste, zerfiel er in eine Reihe größerer Brocken, die sich rasch auflösten und dabei extrem kurzwelliges Licht aussandten.

Fliegende Geröllhalde

Falschfarbenbild zeigt hellen weißen Lichtfleck vor verrauscht wirkendem, dunkelblauen Hintergrund

Viele Asteroiden ähneln eher Geröllhalden denn massiven Felsbrocken. Diese Ansicht bestätigen Beobachtungen, die europäische Forscher kurz nach dem jüngsten Vorbeiflug eines Asteroiden an der Erde durchgeführt haben. Demnach ist das Objekt deutlich kleiner als bislang angenommen und dürfte aus lose aneinanderhängenden Gesteinsbrocken bestehen.

Ein verstoßener Planet

Grafik zeigt blauen Gasriesen mit Wolkenbändern vor sternbesetztem Band der Milchstraße

Das Sonnensystem könnte ursprünglich einen fünften großen Gasplaneten besessen haben. Diese Möglichkeit eröffnen Computersimulationen eines amerikanischen Forschers. Mit den vier heutigen Gasplaneten führten diese nur selten zu vertrauten Verhältnissen. Sehr viel erfolgreicher war eine Ausgangssituation mit einem fünften Gasriesen, der schon bald in den tiefen Raum katapultiert wurde und reichlich überschüssigen Schwung mit sich nahm.

Plutos strahlender Zwilling

Foto zeigt weißes Gebäude mit Teleskopkuppel unter sternbesetztem Nachthimmel

Ein kosmisches Schattenspiel hat es Astronomen ermöglicht, ein eisiges Objekt am Rand des Sonnensystems zu vermessen. Mit einem Radius von etwa 1.160 Kilometern ist der ferne Zwergplanet Eris demnach praktisch genauso groß wie Pluto. Ursprünglich war er für deutlich größer gehalten worden und hatte so zur Aberkennung von Plutos Status als Planet beigetragen.

Komet mit gespaltener Persönlichkeit

Schwarzweiß-Bild zeigt länglichen Felsbrocken mit dicken Enden, kleine Krater, schemenhafte Gasströme

Die hantelförmige Gestalt mancher Kleinplaneten ist vielleicht nicht allein ihrer Rotation geschuldet. Entsprechende Hinweise haben amerikanische und französische Forscher im Falle des Kometen Hartley 2 gefunden. Dessen zwei Hälften verhalten sich derart unterschiedlich, dass sie vielleicht erst nachträglich zueinandergefunden haben.

Weniger erdnahe Asteroiden

Balkendiagramm, Balken aus Asteroiden zusammengesetzt, illustriert die Zahlen der bekannten Asteroiden in verschiedenen Größenklassen und die alten und neuen Schätzwerte

Im Sonnensystem gibt es deutlich weniger Asteroiden auf erdnahen Bahnen als bislang angenommen. Das gilt insbesondere für Objekte mit einem Durchmesser zwischen 100 und 1.000 Metern, schätzt eine internationale Forschergruppe anhand jüngster Beobachtungen. Die Zahl dieser mittelgroßen erdnahen Asteroiden dürfte demnach bei etwa 20.000 liegen und damit um gut ein Drittel unter dem bisherigen Schätzwert.

Sonneneruptionen mit Nachschlag

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Sonneneruptionen können mehr Energie freisetzen als bislang angenommen. Das zeigen Messungen eines amerikanischen Sonnenobservatoriums in der Erdumlaufbahn. Auf den typischen ersten Strahlungsblitz folgt demnach nicht selten ein erneuter Anstieg der Strahlungsintensität, der den Gesamtenergieausstoß der Eruption mehr als verdoppeln kann.

Absturz eines kleineren Mondes

Grafik zeigt bläuliche Kugel, auf der eine zähflüssig wirkende kleinere Kugel einschlägt, gelbes Material wie einen flüssigen Kranz aufwerfend

Die Erde hat in der Vergangenheit vielleicht mehr als einen Mond besessen. Diese Möglichkeit eröffnen Computersimulationen zweier schweizerischer und amerikanischer Astronomen. Bei den Gebirgen auf der erdabgewandten Seite des Mondes könnte es sich demnach um die Reste eines kleinen Mondes handeln, der auf sein größeres Geschwister stürzte.

Einschläge ohne Rhythmus

Luftaufnahme eines beinahe kreisrunden, schüsselförmigen Kraters in flachem, graubraunem Terrain

Im Lauf der Erdgeschichte ist es immer wieder zu katastrophalen Einschlägen kosmischer Gesteinsbrocken gekommen. Diese Ereignisse folgen jedoch keinem festen Rhythmus, hat ein Heidelberger Astronom ermittelt. Im Widerspruch zu früheren Studien liefert seine Analyse keine Hinweise auf ein regelmäßiges Auf und Ab der Einschlagrate.

Ein tänzelnder Trojaner für die Erde

Grafik zeigt kleine Erde vor ferner Sonne und die Bahn des Asteroiden als giftgrüne Spirale

Kanadische Astronomen haben einen Asteroiden entdeckt, der gemeinsam mit der Erde um die Sonne zieht. Der wenige Hundert Meter große Gesteinsbrocken nähert sich der Erde dabei regelmäßig und entfernt sich wieder von ihr. Für irdische Beobachter scheint er daher um die Sonne zu tänzeln.

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