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Themenarchiv für: Sonnensystem

Weniger erdnahe Asteroiden

Balkendiagramm, Balken aus Asteroiden zusammengesetzt, illustriert die Zahlen der bekannten Asteroiden in verschiedenen Größenklassen und die alten und neuen Schätzwerte

Im Sonnensystem gibt es deutlich weniger Asteroiden auf erdnahen Bahnen als bislang angenommen. Das gilt insbesondere für Objekte mit einem Durchmesser zwischen 100 und 1.000 Metern, schätzt eine internationale Forschergruppe anhand jüngster Beobachtungen. Die Zahl dieser mittelgroßen erdnahen Asteroiden dürfte demnach bei etwa 20.000 liegen und damit um gut ein Drittel unter dem bisherigen Schätzwert.

Sonneneruptionen mit Nachschlag

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Sonneneruptionen können mehr Energie freisetzen als bislang angenommen. Das zeigen Messungen eines amerikanischen Sonnenobservatoriums in der Erdumlaufbahn. Auf den typischen ersten Strahlungsblitz folgt demnach nicht selten ein erneuter Anstieg der Strahlungsintensität, der den Gesamtenergieausstoß der Eruption mehr als verdoppeln kann.

Absturz eines kleineren Mondes

Grafik zeigt bläuliche Kugel, auf der eine zähflüssig wirkende kleinere Kugel einschlägt, gelbes Material wie einen flüssigen Kranz aufwerfend

Die Erde hat in der Vergangenheit vielleicht mehr als einen Mond besessen. Diese Möglichkeit eröffnen Computersimulationen zweier schweizerischer und amerikanischer Astronomen. Bei den Gebirgen auf der erdabgewandten Seite des Mondes könnte es sich demnach um die Reste eines kleinen Mondes handeln, der auf sein größeres Geschwister stürzte.

Einschläge ohne Rhythmus

Luftaufnahme eines beinahe kreisrunden, schüsselförmigen Kraters in flachem, graubraunem Terrain

Im Lauf der Erdgeschichte ist es immer wieder zu katastrophalen Einschlägen kosmischer Gesteinsbrocken gekommen. Diese Ereignisse folgen jedoch keinem festen Rhythmus, hat ein Heidelberger Astronom ermittelt. Im Widerspruch zu früheren Studien liefert seine Analyse keine Hinweise auf ein regelmäßiges Auf und Ab der Einschlagrate.

Ein tänzelnder Trojaner für die Erde

Grafik zeigt kleine Erde vor ferner Sonne und die Bahn des Asteroiden als giftgrüne Spirale

Kanadische Astronomen haben einen Asteroiden entdeckt, der gemeinsam mit der Erde um die Sonne zieht. Der wenige Hundert Meter große Gesteinsbrocken nähert sich der Erde dabei regelmäßig und entfernt sich wieder von ihr. Für irdische Beobachter scheint er daher um die Sonne zu tänzeln.

Lichtquirl im jungen Sonnensystem

Mikroskopaufnahme zeigt zwei kaulquappenförmige Einschlagspuren in einem transparenten Medium

Auf vielen Fensterbänken setzen sich dekorative Lichtmühlen in Bewegung, sobald sie von der Sonne beschienen werden. Ein ganz ähnlicher Effekt hat vielleicht auch die Zusammensetzung des Sonnensystems beeinflusst, zeigen Modellrechnungen französischer und deutscher Forscher. Indem sich Mineralpartikel in der Nähe der jungen Sonne ungleichmäßig erwärmten, könnten sie in die frostigen Gefilde jenseits der Planeten gedrückt worden sein – und damit in die Entstehungsregion der Kometen.

Vierter Plutomond entdeckt

Falschfarbenbild zeigt Pluto als hellen großen Fleck, umgeben von vier kleineren Flecken, kreuzförmiges Artefakt

Eher zufällig haben amerikanische Astronomen einen neuen Begleiter des Pluto entdeckt. Auf einer besonders lange belichteten Aufnahme des eisigen Zwergplaneten fanden die Forscher zwar nicht den erhofften Staubring, dafür jedoch einen kompakten Lichtfleck.

Erste Bilder aus der Vesta-Umlaufbahn

Aufnahme der zu einem Drittel im Schatten liegenden Vesta mit Kratern, Bergen, Furchen und Aufwölbungen

Die Raumsonde Dawn hat ihre ersten Bilder aus der Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta zur Erde geschickt. Die Aufnahmen zeigen den drittgrößten Körper im Asteroidengürtel als eine von Einschlägen gezeichnete Welt mit einer stellenweise verschrumpelt wirkenden Oberfläche.

Astronomen finden neuen Komet

Vier Teleskopaufnahmen zeigen, wie sich die Position eines hellen Flecks allmählich verändert, während die übrigen Flecken stillstehen

Amerikanische Astronomen haben einen neuen Komet auf dem Weg ins innere Sonnensystem entdeckt. Das Objekt aus Eis und Staub wird die Sonne in knapp zwei Jahren in geringem Abstand passieren. Dabei könnte es so viel Gas ausstoßen, dass es für irdische Beobachter mit bloßem Auge sichtbar wird.

Glatteis am Rand des Sonnensystems

Illustration zeigt einen eisigen Körper von der Form einer Honigmelone und zwei kleine runde Begleiter

Auf dem Zwergplanet Haumea am Rand des Sonnensystems herrschen weniger frostige Bedingungen als man erwarten könnte. Das zeigen Beobachtungen einer europäischen Forschergruppe. Zwar ist das Objekt rund 7,5 Milliarden Kilometer und damit noch weiter von der Sonne entfernt als der Pluto. Dennoch scheint es ausreichend warm zu sein, dass Wassermoleküle an seiner Oberfläche Eiskristalle bilden können.

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