Scienceticker.info Scienceticker Umwelt
Themenarchiv für: Sterne

Kosmischer Glockenschlag

Grafik zeigt beinahe vollständig erfolgte Verschmelzung zweier Neutronensterne in dunkelblau bis hellgrün verlaufenden Dichtekonturen

Die Verschmelzung ausgebrannter Sterne hat gewisse Ähnlichkeit mit einem kosmischen Glockenschlag. Das zeigen umfangreiche Computersimulationen, die Garchinger Astrophysiker angestellt haben. Je kleiner das bei der Verschmelzung entstehende Objekt ist, desto höherfrequent sind seine Schwingungen – ganz so, wie eine kleine Glocke heller klingt als eine große.

Supernova: Alte Sterne lassen es krachen

Teleskopbild zeigt leicht wellige, schemenhafte rötliche Kugelschale vor sternbesetztem Hintergrund

Ausgebrannte Sterne sind, wenn sie sich zusammentun, noch immer für eine gewaltige Explosion gut. Diese Vermutung bekräftigen Beobachtungen zweier amerikanischer Astronomen. Eine Supernova, die sich vor etwa 400 Jahren in einer Nachbargalaxie der Milchstraße ereignete, geht demnach auf zwei Weiße Zwerge zurück. Indem Materie von einem der beiden Zwerge auf den anderen fiel, erreichte dieser eine Masse, bei der er unter seinem eigenen Gewicht in sich zusammensackte.

Der schnellste Stern-Kreisel

Bild zeigt zahlreiche bläuliche und orangefarbene, unterschiedlich große Sterne vor dem Hintergrund eines hellen Nebels

Europäische und amerikanische Astronomen haben einen Stern entdeckt, der sich schneller um die eigene Achse dreht als alle anderen bekannten Sterne. In der Äquatorregion des Gestirns liegt die Drehgeschwindigkeit bei mindestens 600 Kilometern pro Sekunde – und damit hart an jenem Wert, bei dem die Fliehkraft über die Schwerkraft siegen und der Stern an Masse verlieren würde.

Ein Wurf Riesensterne

Bild zeigt rötlich glimmende Gasmassen, darin einige kleinere und ein großer schwarzer Hohlraum vor sternbesetztem Hintergrund

Eine dichte Ansammlung von Sterngiganten haben kanadische Astronomen in der Milchstraße entdeckt. Die stellaren Schwergewichte sind vermutlich auf einen Schlag entstanden und senden neben intensiver Strahlung auch einen starken Sternwind aus. Auf diese Weise haben sie ein veritables Loch in die Scheibe der Galaxis gebrannt.

Braune Zwerge im Dutzend

Bild zeigt bläulich leuchtende Wolken vor schwarzem Hintergrund, einige Lichtpunkte mit weißen und gelben Kreisen markiert

Ein extrem leichtes Objekt aus der Grauzone zwischen Planeten und Sternen hat eine internationale Astronomengruppe entdeckt. In zwei nahe gelegenen Sternansammlungen in der Milchstraße fanden die Forscher eine Vielzahl Brauner Zwerge, von denen einer nur etwa sechs Mal so viel Masse besitzt wie Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem.

Alter Stern im staubigen Kokon

Bild zeigt kreisrunde, dicht an dicht ineinander geschachtelte Verdichtungen in diffusem Material um ein helles Zentrum

Sterne können verblüffende Kokons produzieren, wenn ihr Brennstoff allmählich zur Neige geht. Das belegen neue Aufnahmen eines Nachbarn der Sonne, die europäische Astronomen gemacht haben. Der alternde Stern hat sich in einen mehr als ein Lichtjahr großen Kokon gehüllt, der aus vielen Kugelschalen aus Staub besteht.

Sonneneruptionen mit Nachschlag

sdo-flare-495x278

Sonneneruptionen können mehr Energie freisetzen als bislang angenommen. Das zeigen Messungen eines amerikanischen Sonnenobservatoriums in der Erdumlaufbahn. Auf den typischen ersten Strahlungsblitz folgt demnach nicht selten ein erneuter Anstieg der Strahlungsintensität, der den Gesamtenergieausstoß der Eruption mehr als verdoppeln kann.

Stellare Zeitbomben

Grafik zeigt gleißend hell explodierenden Stern, im Vordergrund ein unglücklicher Ringplanet

Viele Sternexplosionen ereignen sich mit erheblicher Zeitverzögerung, vermuten amerikanische und niederländische Astronominnen. Ein von ihnen entwickeltes Modell geht davon aus, dass ausgebrannte Sterne in schnelle Rotation versetzt werden, indem sie Material aus der Umgebung auflesen. Die aus der Rotation resultierende Fliehkraft nimmt Druck von der stellaren Asche, sodass diese nicht sofort unter ihrem eigenen Gewicht kollabiert.

Alter Stern trotzt Theorie

Bild zeigt einige Sterne als weiße Lichtflecken auf schwarzem Hintergrund, einer davon mit einem grünen Pfeil markiert

Europäische Astronomen haben einen Stern identifiziert, den es nach derzeitigem Verständnis nicht geben dürfte. Das Objekt im Sternbild Löwe besitzt weniger als vier Fünftel der Sonnenmasse und enthält wenig Kohlenstoff und andere schwere chemische Elemente, dass er sich gar nicht erst hätte bilden dürfen.

Lauwarme Beinahe-Sterne

braunezwerge-spektralklassen-495x278

Die Entdeckung der kühlsten sternähnlichen Objekte vermelden amerikanische Astronomen. Mithilfe eines hochempfindlichen Weltraumteleskops konnten sie die Wärmestrahlung von sieben Braunen Zwergen nachweisen, die es teils nicht einmal auf die Siedetemperatur von Wasser bringen. Einer schafft gerade eben Raumtemperatur.

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes

Real Time Web Analytics