“Supernova-Fabrik” in der Milchstraße
1. April 2008
In einer Region nahe des Milchstraßen-Zentrums dürfte es demnächst recht ungemütlich werden. Britische und spanische Astronomen haben entdeckt, dass es dort zwei Ansammlungen massereicher Sterne gibt, die kurz vor einem explosiven Ende als Supernova stehen. Lesen
Planetenbildung in flagranti?
27. März 2008
Einen Blick auf einen angehenden Planeten haben amerikanische Astronomen möglicherweise erhascht. Bei ihren Beobachtungen eines jungen Nachbarsterns der Sonne fanden sie, dass die Gas- und Staubscheibe um den Stern eine verdächtige Lücke aufweist. In der Lücke selbst lässt sich zudem ein kleiner “Knoten” erahnen. Lesen
Lichtecho verrät Sternentfernung
11. Februar 2008
Einer internationalen Astronomengruppe ist es gelungen, die Entfernung zu einem Milchstraßen-Stern mit großer Genauigkeit zu bestimmen. Die Forscher nutzten dazu einen eleganten Trick: Die Helligkeitsschwankungen des Sterns spiegelten sich auch in benachbarten Nebelwolken wider. Aus der Verzögerung, die sich dabei aufgrund der endlichen Lichtgeschwindigkeit ergab, konnten die Forscher den Abstand zu 6.500 Lichtjahre bestimmen. Lesen
Rasender Stern ist ein Überläufer
28. Januar 2008
Ein extrem rasanter Stern in den Außenbezirken der Milchstraße stammt tatsächlich aus einer Nachbargalaxie. Das bestätigen Analyse amerikanischer Astronominnen. Gemessen an seinem chemischen Fingerabdruck, muss der Schnellläufer in der Großen Magellanschen Wolke entstanden sein. Lesen
Neutronenstern mit “Übergewicht”
15. Januar 2008
Die Asche ausgebrannter Sterne ist vielleicht zäher als gemeinhin angenommen. Eine amerikanisch-niederländische Astronomengruppe hat ermittelt, dass es ein ferner Neutronenstern auf eine Masse von gut 1,9 Sonnen bringen dürfte. Der Wert liegt deutlich oberhalb des typischen Werts und zumindest hart an jener Schwelle, bei der einige Theorien den Kollaps zu einem Schwarzen Loch voraussagen. Lesen
Mittelschwere Einzelgänger
9. Januar 2008
In der Milchstraße könnte es einige Hundert Schwarze Löcher geben, die als Einzelgänger durch den Raum rasen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Astronominnen nach umfangreichen Computersimulationen. Wenn in einem Sternhaufen ein “mittelschweres” Schwarzes Loch heranwächst, wird es bei Kollisionen mit kleineren Vettern demnach auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt. Lesen
Verwaiste Sternhaufen
8. Januar 2008
Die Natur merkwürdiger blauer “Klumpen” im All hat eine amerikanische Astronomin aufklären können. Ihre Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble zeigen, dass es sich bei den relativ isoliert gelegenen Gebilden um Sternhaufen handelt. Möglicherweise sind sie in den Wirren einer großen Galaxienkollision entstanden.

Die Lage der blauen “Klumpen” zwischen den Galaxien M81, M82 und NGC 3077. Grafik: NASA
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Kosmische Staubfabrik
2. Januar 2008
Massereiche Sterne schleudern am Ende ihres Lebens gewaltige Mengen von Staub ins All. Das belegen neue Aufnahmen des Weltraumteleskops Spitzer, die eine internationale Astronomengruppe angefertigt hat. Eine Supernova-Explosion in der kosmischen Nachbarschaft der Sonne setzte demnach Staub mit einem Vieltausendfachen der Erdmasse frei.
Gas- und Staubwolken von Cassiopeia A. Bilder: NASA/JPL-Caltech
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Blitz aus dem Nichts
19. Dezember 2007
Im Januar diesen Jahres registrierten mehrere Satelliten einen Strahlungsausbruch, wie er beim Kollaps eines Sterns ausgesandt wird. Eine internationale Forschergruppe hat nun ermittelt, dass sich dieser Stern gewissermaßen im “Nichts”, im Raum zwischen den Galaxien befand. Wie er dort hinkam, ist rätselhaft.
Der Gamma-Ray Burst am 25. Januar wurde von einem Nachglühen im sichtbaren Licht begleitet. Bild: B. Cenko, et al. and the W. M. Keck Observatory Lesen
Volkszählung in der Milchstraße
10. Dezember 2007
Die bislang gründlichste Durchmusterung der Milchstraße hat eine internationale Forschergruppe durchgeführt. Die jetzt vorgestellte Datensammlung umfasst Angaben zu etwa 200 Millionen Objekten in unserer Heimatgalaxie - von sehr jungen Sternen bis hin zu solchen, die ihren Brennstoff beinahe aufgebraucht haben, und nun filigrane Planetarische Nebel bilden.
Der Rosettennebel im roten H-alpha-Licht, das dunkle Band markiert Staubansammlungen. Bild: Nick Wright, University College London Lesen



