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Themenarchiv für: Sterne

Alte Sterne erzeugen Fullerene

Grafik zeigt Modelle flocken- und kugelförmiger Moleküle vor einem kreisrunden, farbenprächtigen Nebel

Wenn sich alternde Sterne ein letztes Mal aufplustern, kann in ihrer Umgebung ein wahrer Zoo von Molekülen entstehen. Diesen Schluss legen Beobachtungen europäischer und amerikanischer Astrophysiker nahe. In zwei Nachbargalaxien der Milchstraße konnten sie in den Nebelschleiern um ausgebrannte Sterne Kohlenstoffmoleküle nachweisen, deren Form unwillkürlich an Fußbälle und Honigmelonen denken lässt.

Tanz der Weißen Zwerge

Grafik zeigt zwei weißglühende Kugeln mit einer schemenhaften Gasbrücke zwischen sich, schwarzer Hintergrund

Zwei ausgebrannte Sterne, die fast schon auf Tuchfühlung miteinander sind, haben amerikanische und spanische Astrophysiker entdeckt. Das extreme Gespann besteht aus Weißen Zwergen, die sich alle 13 Minuten in geringem Abstand umkreisen, und könnte einen idealen Prüfstein für Albert Einsteins allgemeine Relativitätstheorie darstellen.

Staubiger Sterntod

Falschfarbenbild zeigt dunkel- bis hellviolette Wolken, zwei Striche markieren einen hellen Punkt

Wenn große Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren, produzieren sie nicht nur gewaltige Mengen von Strahlung. Den Beleg für diese Ansicht liefern neue Beobachtungen jener spektakulären Supernova, die im Jahr 1987 in der Nachbarschaft der Milchstraße aufgeleuchtet war. Fast ein Vierteljahrhundert später finden sich im Umfeld der Explosion beträchtliche Mengen von Staub.

Blitze aus dem Krebsnebel

krebsnebel

Im Jahr 1054 erstrahlte eine Supernova am Himmel über der Erde und kündete vom Kollaps eines fernen Sterns. Auch heute ist der Krebsnebel als Überrest des Ereignisses noch längst nicht zur Ruhe gekommen, belegen Messungen zweier Satelliten. Im April registrierten sie Ausbrüche von Gammastrahlung, die alle früheren Strahlungsausbrüche aus dem Nebel in den Schatten stellen.

Supernova durch nimmersatten Stern

Falschfarbenbild zeigt die kugelrunde Explosionswolke der Tycho-Supernova mit hellblauem Bogen

Im 16. Jahrhundert verfolgte ein dänischer Astronom, wie ein neuer Stern am Nachthimmel aufleuchtete und allmählich wieder verblasste. Ursache des Phänomens war der Kollaps einer ausgebrannten Sonne, bestätigt eine Studie chinesischer und amerikanischer Forscher. Das Objekt saugte demnach Gas von einem nahen Begleitstern ab, bis es schließlich unter seiner wachsenden Masse in sich zusammensackte und als Supernova explodierte.

Mehr Schwergewichte in der Milchstraße

Falschfarbenbild zeigt Infrarotblick in die Milchstraße mit rötlichen Gasfetzen, darüber gelegt Röntgenaufnahme mit hellblau strahlenden Sternen

In der Milchstraße gibt es mehr stellare Schwergewichte als bislang angenommen. Diesen Schluss legen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe nahe. Bei der genaueren Untersuchung von vier Röntgenquellen in der Milchstraße entpuppten sich diese als Sterne mit bis zu 50 Sonnenmassen.

Hellste Supernova identifiziert

Von Weiß über Rot und Grün nach Nunkelblau verlaufende Konturen eines runden Objekts, in weißem Fadenkreuz vor schwarzem Hintergrund

Wenn in den Tiefen des Alls ein Stern unter seiner eigenen Masse in sich zusammensackt, kann man die folgende Explosion mitunter schon mit bloßem Auge am Nachthimmel ausmachen. Ein besonders helles Exemplar einer solchen Supernova haben amerikanische und ungarische Forscher identifiziert. Ihrer Schätzung zufolge leuchtete der “Feuerball” der Explosion vorübergehend so hell wie 100 Milliarden Sonnen.

Schwarzes Loch identifiziert

Grafik zeigt leuchtenden Strudel um ein gleißend helles Objekt, einen Materiestrom von einem deformierten Begleitstern abziehend

Spanischen Astrophysikern ist es gelungen, ein Schwarzes Loch in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne nachzuweisen. Gemessen an der Umlaufgeschwindigkeit seines Begleitsterns, besitzt der schon seit längerem beäugte Sonderling mehr als das Fünffache der Sonnenmasse. Seine Substanz muss daher unter ihrer eigenen Schwerkraft in einen extrem dichten Zustand kollabiert sein.

Mehr Fußball-Moleküle im All

Grafik zeigt Kugelstoffmoleküle aus blauen Kohlenstoffatomen, im Hintergrund ein gelber, von einer orange-roten Gashülle umgebener Stern

Molekulare Fußbälle könnten im Weltraum sehr viel häufiger vorkommen als bislang vermutet. Diesen Schluss legen Beobachtungen spanischer, indischer und amerikanischer Forscher nahe. Die auch als Buckyballs bekannten Kugeln aus reinem Kohlenstoff scheinen demnach eine erstaunliche Affinität zu Wasserstoff zu haben, dem mit Abstand häufigsten Element.

Sternleiche mit über-flüssigem Kern

Aufnahme von CAssiopeia A im Röntgenlicht als zerfetzt wirkendem Nebel, darin ein heller Punkt; Einschub zeigt angeschnittene Kugel mit Kruste

Manche Sterne sacken nach ihrem Ausbrennen zu einer Kugel aus reiner Kernmaterie zusammen. Im Inneren solcher Neutronensterne herrschen bizarre Verhältnisse, zeigen Analysen zweier internationaler Forschergruppen. Unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammengequetscht, geht die heiße Materie demnach in einen Zustand über, in dem sie völlig reibungsfrei fließt.

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