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Verwaiste Sternhaufen

8. Januar 2008

Die Natur merkwürdiger blauer “Klumpen” im All hat eine amerikanische Astronomin aufklären können. Ihre Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble zeigen, dass es sich bei den relativ isoliert gelegenen Gebilden um Sternhaufen handelt. Möglicherweise sind sie in den Wirren einer großen Galaxienkollision entstanden.

Blue Blogs zwischen den Galaxien M81, M82 und NGC 3077
Die Lage der blauen “Klumpen” zwischen den Galaxien M81, M82 und NGC 3077. Grafik: NASA
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Kosmische Staubfabrik

2. Januar 2008

Gas- und Staubwolken um Cassiopeia A Massereiche Sterne schleudern am Ende ihres Lebens gewaltige Mengen von Staub ins All. Das belegen neue Aufnahmen des Weltraumteleskops Spitzer, die eine internationale Astronomengruppe angefertigt hat. Eine Supernova-Explosion in der kosmischen Nachbarschaft der Sonne setzte demnach Staub mit einem Vieltausendfachen der Erdmasse frei.

Gas- und Staubwolken von Cassiopeia A. Bilder: NASA/JPL-Caltech
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Blitz aus dem Nichts

19. Dezember 2007

Bild zeigt hellen Lichtfleck, markiert durch einen weißen Kreis, auf dunkelblau-schwarz gesprenkeltem Hintergrund; Beschriftung: Afterglow, Palomar Jan 26Im Januar diesen Jahres registrierten mehrere Satelliten einen Strahlungsausbruch, wie er beim Kollaps eines Sterns ausgesandt wird. Eine internationale Forschergruppe hat nun ermittelt, dass sich dieser Stern gewissermaßen im “Nichts”, im Raum zwischen den Galaxien befand. Wie er dort hinkam, ist rätselhaft.

Der Gamma-Ray Burst am 25. Januar wurde von einem Nachglühen im sichtbaren Licht begleitet. Bild: B. Cenko, et al. and the W. M. Keck Observatory Lesen

Volkszählung in der Milchstraße

10. Dezember 2007

Die bislang gründlichste Durchmusterung der Milchstraße hat eine internationale Forschergruppe durchgeführt. Die jetzt vorgestellte Datensammlung umfasst Angaben zu etwa 200 Millionen Objekten in unserer Heimatgalaxie - von sehr jungen Sternen bis hin zu solchen, die ihren Brennstoff beinahe aufgebraucht haben, und nun filigrane Planetarische Nebel bilden.

Bild einer großen, tiefrot glimmenden Gaswolke, davor ein schmales schwarzes Wolkenband

Der Rosettennebel im roten H-alpha-Licht, das dunkle Band markiert Staubansammlungen. Bild: Nick Wright, University College London Lesen

Sterne gehen mit Schwung in Rente

4. Dezember 2007

Viele Sterne kommen so richtig auf Touren, wenn sie die aktive Phase ihres Daseins beenden. Für diese Vermutung sprechen Beobachtungen, die kanadische Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble angestellt haben. Demnach beherbergt ein nahe gelegener Kugelsternhaufen in seinen Außenbezirken überraschend viele Sterne, die erst vor kurzem ihren Brennstoff aufgezehrt haben.

Meer von strahlenden Sternen mit kreuzformigen Brechungslinien vor schwarzem Hintergrund

NGC 6397 ist ein dichter Schwarm von mehreren Hunderttausend Sternen. Bild: NASA, ESA, and H. Richer (University of British Columbia) Lesen

Forscher verfolgen kosmische Kanonenkugel

29. November 2007

Ein rasanter Neutronenstern ist noch etwas schneller unterwegs als bislang angenommen. Zwei amerikanische Astronomen haben ermittelt, dass das Objekt mit einer Geschwindigkeit von rund 1.600 Kilometern pro Sekunde durch das All eilt. Den nötigen Schwung hat es vermutlich bei der Explosion seines Vorgängersterns erhalten.

Komposit aus optischer und Röntgenaufnahme zeigt die Region um den Puppis-A-Supernovarest mit bläulich-violetten Sternen und Gaswolken; Ausschnittvergrößerung zeigt den Neutronenstern an seinen Positionen 1999 und 2005

Der Neutronenstern dürfte seit seiner Geburt eine Strecke von rund 20 Lichtjahren zurückgelegt haben. Bild: Chandra: NASA/CXC/Middlebury College/F.Winkler et al.; ROSAT: NASA/GSFC/S.Snowden et al.; Optical: NOAO/AURA/NSF/Middlebury College/F.Winkler et al. Lesen

Reichlich Stoff für Mini-Planetensysteme

26. November 2007

Illustration zeigt schwach orange-rötlich glimmende Gaskugel mit drei Planeten, deren Bahnen als weiße Kreise hervorgehoben, vor sternbesetztem HintergrundIm Universum könnte es viele Miniatur-Planetensysteme geben. Das lassen die Beobachtungen leichtgewichtiger Himmelskörper durch ein schottisch-kanadisches Forscherduo vermuten. Gut ein Drittel der Objekte, von denen einige nicht viel größer sind als der Jupiter, ist demnach von einer Staubscheibe mit dem Rohstoff für kleine Begleiter umgeben.

Grafik: NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (SSC) Lesen

Astronomen beobachten “saure” Galaxien

22. November 2007

Hubble-Aufnahme zeigt die Galaxie M82 als weißbläulich strahlende Scheibe, umgeben von rötlichen SchwadenEin niederländischer Astronom hat erstmals “saure” Gaswolken außerhalb der Milchstraße aufgespürt. Die Wolken liegen in zwei fernen Galaxien und enthalten reichlich Grundstoff für die Bildung von Sternen. Gemessen an ihrem Gehalt an Wassermolekülen mit einem Extra-Proton, dürfte ihnen das allerdings schwerfallen.

M82. Bild: Hubble Space Telescope, NASA/ESA Lesen

Neuer Exoplanet ist Fünfter im Bunde

7. November 2007

Mit einem imposanten Planetensystem kann ein nahe gelegener Vetter der Sonne aufwarten. Eine amerikanische Astronomengruppe hat einen fünften Planeten bei dem Stern entdeckt. Der Neuling ist wahrscheinlich vom Kaliber des Saturn, zieht allerdings in viel geringerem Abstand, innerhalb der “lebensfreundlichen Zone”, um sein Zentralgestirn.

Illustration: Blick über die bläuliche, von Wolkenbändern verzierte Kugel eines Gasplaneten auf eine ferne, helle Sonne; in deren Umgebung weitere farbige Punkte
Bei den bislang entdeckten Planeten von 55 Cancri dürfte es sich ausnahmslos um Gasriesen handeln. Grafik: NASA/JPL-Caltech
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Drei neue Exoplaneten

2. November 2007

Diagramm zeigt die Lichtkurve eines der WASP-Sterne, relativ gerade verlaufend, mit einem 2,5 Stunden währenden Abfall um 1,5 Prozent Die Entdeckung von drei extrasolaren Planeten vermelden britische Astronomen. Alle drei Neulinge kommen ihren Sternen sehr nahe und benötigen für einen Umlauf kaum zwei Erdtage. Das Besondere: Auf ihrer Bahn ziehen sie durch die Sichtlinie zur Erde.

Der Exoplanet WASP-3b verrät sich durch einen vorübergehenden, leichten Helligkeitsabfall seines Zentralgestirns. Grafik: Iain McDonald/Keele University Lesen

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