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Abwechslungsreiche Sternentstehung

Zwei Falschfarbenaufnahmen von Spiralgalaxien, unterschiedlich stark im Ultravioletten bzw. Roten strahlend

Im Kosmos werden viel mehr leichte Sterne geboren als schwere. Anders als meist angenommen, ist das Zahlenverhältnis jedoch nicht in allen Regionen des Alls gleich, lassen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe vermuten. Demnach variiert das Zahlenverhältnis, wenn man nur genau hinschaut.

Astronomen finden “Supernebel”

Bild zeigt Ausschnitt der Kleinen Magellanschen Wolke, Wolkenstrudel, hell glimmende Punkte, Einschub mit Radiokarte

Kleine Sterne erzeugen am Ende ihres Lebens häufig eine prächtige Gasblase, während große Exemplare noch einmal als Supernova erstrahlen. Und auch mittelschwere Sterne vergehen nicht sang- und klanglos, vermuten australische und amerikanische Astronomen. In Nachbargalaxien der Milchstraße fanden sie gleich fünfzehn, ungewöhnlich intensiv strahlende Planetarische Nebel.

Frühe Schwarze Löcher auf Diät

Grafik zeigt bläulich glimmende Gasschwaden in schwarzer Leere, darin ein hell leuchtender Punkt

Die ersten Schwarzen Löcher im Universum dürften zu strenger Diät verurteilt gewesen sein. Diesen Schluss legen umfangreiche Computersimulationen amerikanischer Astrophysiker nahe. Nachdem ihre extrem massereichen Vorläufersterne praktisch alles Gas aus der Umgebung gefegt hatten, gab es für die dunklen Sternleichen wohl kaum noch Materie aufzulesen.

Periodisch gefräßige Sternhaufen

Aufnahme zeigt Kugelsternhaufen als gleißend helle, dichte Ansammlung von Lichtpunkten vor schwarzem Hintergrund

Anders als lange Zeit angenommen, können in großen Sternhaufen mehrere Wellen der Sternentstehung ablaufen. Den Grund dafür glauben Bonner Astronomen gefunden zu haben. Genügend Masse vorausgesetzt, können Sternhaufen nach dem “Verglühen” einer Sterngeneration erneut Gas anhäufen, aus dem eine weitere Sterngeneration entsteht.

Riesenstern Beteigeuze schrumpft

Foto zeigt älteren Mann, mit einem Gartenschlauch einen kreisrunden Spiegel abspritzend, der ihn um mehr als einen Kopf überragt

Einer der größten und hellsten Sterne am Nachthimmel der Erde durchläuft einen rätselhaften Schrumpfungsprozess. Das haben amerikanische Astronomen im Rahmen langjähriger Beobachtungen ermittelt. Demnach hat der Durchmesser von Beteigeuze seit dem Jahr 1993 stetig abgenommen. Die Ursache ist noch unbekannt.

Eine ganz normale Familie

Bild zeigt Ansammlung beige-, orangefarbener und bläulicher Flecken vor tiefschwarzem Hintergrund

Auch in höchst unwirtlichen Umgebungen müssen Sternhaufen nicht von ihrer typischen Entwicklung abweichen. Das zeigen Beobachtungen, die amerikanische und europäische Astronomen in Chile angestellt haben. Anders als bislang vermutet, weist ein junger Sternhaufen im Herzen der Milchstraße den vertrauten Mix aus vielen leichten und wenigen schweren Sternen auf.

Eine Wiege für Planeten

Kleiner, dunkelroter Fleck neben einem großen, weißglühend erscheinenden, schwarzer Hintergrund

Die Geburtsstätte künftiger Planeten haben Jenaer Astronomen bei einem Stern in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne entdeckt. Ihre Bebachtungen zeigen, dass der junge Stern von einer Scheibe aus Staub umgeben ist. Indem das Material förmlich verklumpt, könnte darin ein ganzes Planetensystem heranwachsen.

Klarere Standardkerzen

Korrelationsdiagramm mit 2 Wellenlängenachsen, farbig von blau nach rot markiert die Korrelation des Quotienten mit der Helligkeit

Französische und amerikanische Astronomen haben einen verblüffend einfachen Weg gefunden, die Helligkeit von Sternexplosionen zu ermitteln. Da diese Supernovae als kosmische “Standardkerzen” dienen, können Entfernungen im All auf diese Weise besonders genau bestimmt werden.

Unruhiger Stern backt Kristalle

Illustration zeigt Blick auf gleißenden Stern, umgeben von einer wolkigen Scheibe, Einschub zeigt grünliche Kristallkörnchen

Gelegentliche Strahlungsausbrüche tragen dazu bei, dass sich in der Umgebung eines jungen Sterns Kristallkörnchen bilden. Diesen Schluss legen Beobachtungen europäischer Forscher nahe. Indem der von ihnen studierte Stern regelrecht aufflackerte, tauchte in seinem Spektrum der optische Fingerabdruck von Silikatkristallen auf.

Weniger “Metall” im Sonnenfeuer

Aufnahme der brodelnden Sonnenoberfläche mit hellen und dunklen Bereichen, Protuberanzen

Die Sonne weist eine andere Zusammensetzung auf als üblicherweise angenommen. Dieses Fazit ziehen Astrophysiker aus Deutschland, Belgien und Schweden nach dem Abschluss eines mehrjährigen Forschungsprogramms. Das Gestirn der Erde enthält demnach deutlich weniger schwere Elemente als bislang vermutet.

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