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Themenarchiv für: Technik

Zündeln im Weltraum

Foto zeigt ATV als weißen Zylinder mit Andockstutzen und vier Solarpaneelen in Form eines Andreaskreuzes

Ein internationales Forscherteam hat erstmals die Erlaubnis erhalten, in einem Raumfahrzeug gezielt Feuer zu legen. Die Gruppe, darunter auch Bremer Wissenschaftler, will mit ihrem Experiment herausfinden, wie sich Brände unter den Bedingungen der Beinahe-Schwerelosigkeit entwickeln – und wie sie sich am besten verhindern lassen.

Ein Dia des jungen Universums

Fächerförmiges Muster roter und blauer Flecken auf weißem Hintergrund

Das Licht ferner Galaxien verrät die Materieverteilung im jungen Universum. Eine entsprechende dreidimensionale Karte hat eine internationale Forschergruppe auf einer Fachtagung in Kalifornien vorgestellt. Sie zeigt, wo es vor rund elf Milliarden Jahren besonders viel bzw. besonders wenig Wasserstoff gab.

Forscher erklären Pioneer-Anomalie

Zeichnung zeigt Sonde mit kleinem sechseckigem Rumpf mit langen Auslegern und großer Parabolantenne, auf eine ferne Sonne gerichtet, am Jupiter mit weißen und bräunlichen Wolkenbändern

Seit Jahrzehnten rätseln Forscher und Weltraumenthusiasten über eine Kraft, die die beiden Raumsonden Pioneer 10 und 11 in Richtung Sonne zieht. Portugiesische Forscher glauben nun, dass diese “Pioneer-Anomalie” eine sehr einfache Ursache hat. Der Effekt lässt sich demnach problemlos durch eine ungleichmäßige Wärmeabstrahlung der Sonden erklären.

Sonnensegler lenkt mit Licht

Grafik zeigt Raumsonde mit kleinem runden Rumpf und vier langen Auslegern, die eine große Membran mit bläulichen und goldenen Kacheln aufspannen, im Hintergrund die Erde

Raumfahrzeuge können sich vom Sonnenlicht nicht nur anschieben lassen, sondern auch damit steuern. Wie das funktioniert, hat der japanische Sonnensegler Ikaros erstmals demonstriert. Indem eine Hälfte des großen Sonnensegels zeitweise verdunkelt wurde, veränderte die Sonde stetig ihre Lage im Raum.

Erfolgreiche Planetenjagd mit der Stoppuhr

Teleskopaufnahme zeigt weiße, rot umrandete Kreisfläche zwischen kleineren, schwarzer Hintergrund, Pfeil beschriftet 'WASP-3'

Einen neuen Planeten eines fernen Sterns haben deutsche, polnische und bulgarische Astronomen aufgespürt. Die Forscher nutzten dazu minimale Schwankungen im Umlauf eines bereits bekannten Planeten bei dem Stern. Der Neuling besitzt eine Masse von ungefähr 15 Erden und ist damit vergleichsweise leichtgewichtig – ein Beleg für die große Empfindlichkeit der Methode.

Stürmischer Exoplanet

Grafik zeigt hellen Stern, über dem Horizont eines wolkigen Planeten stehend, tiefschwarzer Hintergrund

Die Geschwindigkeit, mit der ein ferner Planet um seinen Stern kreist, hat eine niederländisch-amerikanische Astronomengruppe erstmals direkt messen können. Das Resultat erlaubt eine genaue Bestimmung der Massen von Stern und Planet. Zudem lässt ein “Überschuss” an Geschwindigkeit auf extrem schnelle Winde in der Gashülle des halbseitig gebackenen Planeten schließen.

Kapsel von Asteroidensonde geborgen

Blick aus der Luft zeigt kleine Kapsel samt großem Fallschirm auf rotbraunem, stellenweise felsigem Untergrund

Die Probenkapsel der Asteroidensonde Hayabusa hat den feurigen Weg durch die Erdatmosphäre offenbar gut überstanden. Das meldet die japanische Raumfahrtagentur JAXA. Die Kapsel war bereits gegen Mitternacht Ortszeit in der südaustralischen Wüste lokalisiert worden und konnte einige Stunden später in anscheinend intaktem Zustand geborgen werden.

Stelldichein im Großen Wagen

Bild zeigt kleinen rötlichen Punkt neben einem gelb-roten, nach Blau verwischten, großen Fleck auf schwarzem Hintergrund

Einen neuen Stern im Großen Wagen haben amerikanische und englische Astronomen entdeckt. Ihre Beobachtungen ergaben, dass der Stern Alkor, der als “Reiterlein” auf der Deichsel des Wagens sitzt, von einem rötlichen Zwergstern begleitet wird.

Sternleiche rückt näher

Grafik eines bläulich glimmenden Materiestrudels um eine tiefschwarze Kugel, sternbesetzter Hintergrund

Einer amerikanisch-niederländischen Astronomengruppe ist es erstmals gelungen, die Entfernung zu einem Schwarzen Loch direkt zu bestimmen. Gemessen an seinem scheinbaren “Taumeln” im Laufe eines Erdjahres, ist das Objekt im Sternbild Schwan gut 7.800 Lichtjahre von der Sonne entfernt – nur etwa halb so weit wie vermutet.

Hubbles tiefster Blick

Tiefschwarzer Hintergrund, übersät mit Galaxien unterschiedlicher Größe und Farbe

Seinen bislang tiefsten Blick in den Kosmos hat das Weltraumteleskop Hubble geworfen. Die neue Aufnahme, erstellt mit einer neu installierten Kamera, zeigt Galaxien in der frühesten Kindheit des Universums – lediglich 600 Millionen nach dem Urknall.

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