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Möglicher Eisvulkan auf Titan entdeckt

3D-Ansicht zeigt in Blau- und Grüntönen höhencodierte Ansicht mehrerer tiefer Krater und flankierender Gipfel

Auf dem Saturnmond Titan gibt es möglicherweise Vulkane, in denen Eis statt geschmolzenem Gestein an die Oberfläche steigt. Den bislang besten Kandidaten für einen solchen Eisvulkan haben amerikanische Forscher mithilfe der Saturnsonde Cassini ausgemacht. Ihre Bilder zeigen eine Gruppe tiefer Krater, die von kilometerhohen Gipfeln flankiert wird.

Sonde lotet Titan-See aus

Hakenförmiger See als schwarze Fläche, eingefasst von Bergen und flachem Terrain, einige farbige Tiefenprofile in Ufernähe

Einen See auf einem anderen Himmelskörper hat eine internationale Forschergruppe erstmals ausgelotet. Anhand von Radarmessungen der Sonde Cassini konnten die Forscher einige Meter tief in den Ontario Lacus schauen, den größten See auf dem Saturnmond Titan.

Kiesel auf Titan

Bild einer diesigen orangefarbenen Szenerie mit runden Steinen, daneben Farbfoto irdischer Kiesel in dunklem feinkörnigen Sediment

Nicht nur an irdischen Hängen, auch auf dem Saturnmond Titan kommt es mitunter zu regelrechten Sturzfluten. Neue Belege für diese Ansicht hat eine internationale Forschergruppe in Radardaten der Sonde Cassini gefunden. Ungewöhnlich helle Radarreflexe aus mutmaßlichen Flussbetten lassen sich demnach am ehesten durch Massen eisiger Kieselsteine erklären.

Reichlich Propan auf Titan

Blick auf Titan mit dunklem und hellem Terrain

Campingfreunde dürften ihre helle Freude an dem Saturnmond Titan haben. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass die Gashülle des großen Mondes rund 55 Millionen Tonnen Propan enthält – reichlich Brennstoff für Campingkocher und Heizstrahler.

Titanischer Morast

Illustration zeigt in rötlichen Tönen eine verregnete Landschaft, Regen, abfließende Flüssigkeit

Die Oberfläche des Titan dürfte stellenweise einem stinkenden Morast ähneln. Entsprechende Hinweise liefert ein Laborexperiment, mit dem amerikanische Forscher die Bedingungen auf dem Saturnmond nachgestellt haben. Der Untergrund aus Wassereis saugt sich demnach bereitwillig mit flüssigen Kohlenwasserstoffen voll, die vom Himmel regnen.

Mondschatten trifft Saturnringe

Schmaler Schatten fällt auf grauen, flächigen Ring

Auch auf dem Saturn nähert sich der Frühling, belegen Aufnahmen der Raumsonde Cassini. Indem die Sonne sich anschickt, den Äquator des Planeten zu queren, werfen dessen Monde lange Schatten auf die Ringe.

Dünen künden von Titanwinden

Karte der Titanoberfläche, darüber weiße Pfeile, die überwiegend von links nach rechts zeigen

Die großen Dünenfelder auf dem Saturnmond Titan verraten einiges über das dortige Wetter. Entsprechende Resultate präsentieren zwei amerikanische Forscher im Fachblatt “Geophysical Research Letters”. Anhand der Ausrichtung der Dünen konnten sie auf die vorherrschenden Winde auf der exotischen Welt schließen.

Pendelnde Monde zeichnen Ringbögen

cassini-anthe-ringbogen

Der Saturn ist nicht nur von vollständigen Ringen umgeben, sondern auch von mehr oder weniger kurzen Ringbögen. Eine Erklärung für die Entstehung dieser Gebilde liefern neue Aufnahmen der Sonde Cassini. Die Bögen scheinen demnach von kleinen Monden “gemalt” zu werden, die mal etwas schneller und dann wieder etwas langsamer um den Saturn kreisen.

Titan gut geschmiert?

Titan in Saturn-Nähe

Der Titan besitzt vielleicht doch einen Ozean. Diesen Schluss ziehen amerikanische und italienische Forscher aus der ungewöhnlich raschen Eigendrehung des Saturnmondes. Ihrer Ansicht nach lässt sich das Phänomen am ehesten durch eine flüssige Schicht aus Wasser und Ammoniak unter der eisigen Kruste erklären.

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