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Viel Bewegung auf dem Mars

Graustufenbild zeigt Blick auf eine große, s-förmig geschwungene Düne mit zahlreichen Rippelmarken auf ihrer Oberfläche

Der Wind auf dem Mars ist stark genug, um selbst große Dünen in Bewegung zu halten. Das belegen Aufnahmen, die eine Sonde aus der Umlaufbahn um den roten Planeten geschossen hat. Ungeachtet der dünnen Atmosphäre bringen es einige Dünen demnach auf Geschwindigkeiten von mehreren Metern pro Jahr.

Staus im Sonnenwind nagen am Mars

Blick über den rötlichen Mars, den Smiley-Krater, zum Horizont, schemenhafte Gashülle

Regelrechte Staus im Sonnenwind versetzen der Atmosphäre des Mars schwere Schläge. Das haben englische, schwedische und deutsche Forscher beobachtet. Wenn schnelle Teilchen im Sonnenwind auf langsamere Pendants auflaufen, schlägt die resultierende Stoßwelle große Mengen von Atomen aus der ohnehin dünnen Gashülle des roten Planeten.

“Flüsse” aus Lava

Aufnahme zeigt Stelle des Kanals, an der sich dieser in zahlreiche Arme auffächert, die später wieder zusammenfinden

An Flussläufe erinnernde Strukturen müssen nicht unbedingt auf flüssiges Wasser hinweisen. Das demonstriert der Fall eines beinahe 300 Kilometer langen Kanals auf dem Mars, den amerikanische Forscher untersucht haben. Obwohl das Gebilde wie ein natürlicher Fluss mäandriert und sich vorübergehend in mehrere Arme aufspaltet, dürfte es letztlich doch auf Lava zurückgehen.

Tauwetter auf dem Mars

Reliefbild zeigt flache Region mit großen, flachen Vertiefungen, Einschub zeigt bogenförmigen Kanal zwischen zweien

Auf dem Mars könnte es mehrmals offene Wasserflächen gegeben haben. Entsprechende Hinweise haben englische Forscher in rund drei Milliarden Jahre altem Terrain in der Äquatorregion des roten Planeten gefunden. Einige der dortigen, mutmaßlichen Einsturzkrater sind durch gewundene Kanäle verbunden, die nur auf fließendes Wasser zurückgehen können.

Mars-Methan ist hausgemacht

Blick auf den Mars, rotbraun, zerfurcht

In der dünnen Gashülle des Mars sind mehrfach große Methanfahnen entdeckt worden, deren Herkunft bis heute unklar ist. Eine Erklärungsmöglichkeit glauben zwei englische Forscher nun ausschließen zu können. Ihren Experimenten zufolge, kann das Gas nicht aus Meteoriten stammen, die beim Eintritt in die Mars-Atmosphäre verglühen.

Zerfurchter Mars

Globus des Mars mit farbig markierten Bereichen unterschiedlicher Taldichte, möglichen Meeresspiegeln

Die Oberfläche des Mars ist deutlich stärker zerfurcht als bislang angenommen. Das haben zwei amerikanische Planetenforscher bei der computergestützten Analyse von Sondendaten entdeckt. Besonders viele Täler finden sich im Bereich zwischen den südlichen Hochländern und der nördlichen Tiefebene – ein Hinweis darauf, dass hier einst reichlich Wasser floss.

Reibungsroter Mars

Foto zeigt zwei Glasfläschchen, im einen dunkelgraues, im anderen rostrotes pulverförmiges Material

Auf dem Mars dürfte es einst größere Wasserflächen gegeben haben. Die für den Planeten so typische Farbe hätte sich aber auch ohne Wasser herausbilden können, vermuten dänische Physiker. Bei ihrem Experiment reagierte ein graubraunes Eisenmineral zu einer rostroten Variante, indem es sich immer wieder an Sandkörnchen rieb.

Rätselhaftes Mars-Methan

Grafik zeigt Blick auf den dunklen Mars, regional erhöhte Methankonzentrationen als rötliche Flecken inmitten grüner und blauer Konturen

Trotz aller Bemühungen gibt der Mars weiterhin Rätsel auf. Das demonstrieren Modellrechnungen zweier französischer Forscher. Große Fahnen von Methangas, wie sie über dem roten Planeten beobachtet worden sind, lassen sich auf Basis derzeitigen Wissens demnach kaum erklären.

Staubiges Gewitter auf dem Mars

Grafik zeigt dunklen Staubteufel mit einem hellen Glimmen nahe der rötlichen, felsigen Bodenoberfläche

Den ersten direkten Nachweis von Blitzen auf dem Mars vermelden amerikanische Physiker. Mit Hilfe eines Radioteleskops fingen sie Ausbrüche von Mikrowellen aus einer Region des Roten Planeten auf, die gerade von einem großen Staubsturm heimgesucht wurde. Dem Spektrum der Strahlung nach zu urteilen, wurde sie bei elektrischen Entladungen ausgesandt.

Einschlag ins Wasser

3D-Ansicht des Kraters mit lappigem 'Kranz', einigen Kanälen und kleineren, glatten Kratern

Meteoriteneinschläge auf dem Mars müssen keine staubtrockene Angelegenheit sein. Das belegt eine Aufnahme der europäischen Sonde Mars Express. Darauf zu sehen ist ein gut 20 Kilometer weiter Krater, bei dessen jäher Entstehung weicher, verflüssigter Untergrund regelrecht in die Umgebung schwappte.

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