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Uraltes Planetensystem entdeckt

Illustration zeigt gelbes Gestirn mit brodelnder Oberfläche, im Vordergrund ein bräunlicher Gesteinsplanet und ein beigefarbener Gasplanet mit Wolkenbändern

Die Entdeckung eines selbst nach kosmischen Maßstäben uralten Planetensystems ist deutschen und amerikanischen Astronomen geglückt. Die von ihnen gefundenen Planeten kreisen um einen Stern, der vor fast 13 Milliarden Jahren entstanden sein dürfte – weniger als 1 Milliarde Jahre nach der Entstehung des Universums.

Frühreife Galaxien

Grafik zeigt zwei Galaxien als violett-blaue Gasmassen mit Sternen, in einer davon ein gleißend heller Strahlungsausbruch

Auf zwei überraschend gehaltvolle Galaxien sind Garchinger Astrophysiker gestoßen. Bei der Analyse eines fernen Strahlungsausbruchs zeigte sich, dass dessen Strahlung gleich zwei Galaxien durchlaufen hat. Gemessen an ihrem optischen Fingerabdruck, enthielten beide schon in der Frühzeit des Kosmos deutlich mehr schwere Elemente als heute die Sonne.

Früher kosmischer Kohlenstoff

Bild zeigt einige Lichtflecken, teils als Galaxien erkennbar, auf schwarzem Hintergrund, ein Fleck mit zwei gelben Strichen markiert

Die ersten Sterne begannen sehr rasch, die Chemie des jungen Universums zu verändern. Zu diesem Schluss kommen japanische und italienische Astrophysiker nach dem Nachweis von Kohlenstoff in einer der ersten Galaxien. Gut eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gab es demnach schon beträchtliche Mengen des Elements, obwohl dieses erst nachträglich im Innern von Sternen erzeugt werden musste.

Alter Stern trotzt Theorie

Bild zeigt einige Sterne als weiße Lichtflecken auf schwarzem Hintergrund, einer davon mit einem grünen Pfeil markiert

Europäische Astronomen haben einen Stern identifiziert, den es nach derzeitigem Verständnis nicht geben dürfte. Das Objekt im Sternbild Löwe besitzt weniger als vier Fünftel der Sonnenmasse und enthält wenig Kohlenstoff und andere schwere chemische Elemente, dass er sich gar nicht erst hätte bilden dürfen.

Planet bei galaktischem Zuwanderer entdeckt

Grafik zeigt wolkenbedeckten Planet nahe eines feurigen Sterns

Heidelberger Astronomen haben den ersten Planet eines Sterns entdeckt, der wahrscheinlich nicht aus der Milchstraße stammt. Als wäre das nicht genug, dürfte der Planet auch noch eine feurige Umarmung durch sein alterndes Zentralgestirn überstanden haben.

Lithium verbrennt im Sonnenfeuer

An der Sonnenoberfläche findet sich sehr viel weniger Lithium als zu erwarten. Den wahrscheinlichen Grund für diesen Mangel haben deutsche und portugiesische Astrophysiker gefunden. Wie viel Lithium ein Stern enthält, hängt demnach nicht etwa davon ab, ob er Planeten besitzt, sondern von seinem Alter. Vermutlich wird das Element im Laufe der Zeit schlicht “verbrannt”.

Der Galaxis’ reiche Beute

Aufnahme eines Kugelsternhaufens als dichtem Schwarm von Sternen

Etwa jeder vierte Kugelsternhaufen in der Milchstraße gehörte ursprünglich zu einer anderen Galaxie. Zu diesem Schluss kommt ein australisch-kanadisches Astronomenduo nach der Analyse einer eigens angelegten Datenbank. Gemessen an ihrer Zusammensetzung, sind demnach viele der dichten Sternschwärme Überreste kleinerer Galaxien, die sich die Milchstraße im Laufe der Zeit einverleibt hat.

Warum “schmutzige” Sterne eher Planeten haben

Grafik zeigt Felsbrocken verschiedener Größe, die in einem leicht diesigen Ring um einen fernen, hell strahlenden Stern kreisen

Je mehr Eisen, Sauerstoff und andere schwere Elemente ein Stern enthält, umso eher hat eher Planeten. Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung liefern Computersimulationen niederländischer und amerikanischer Astrophysiker. Indem sich kleine Mineralkörnchen in der Umgebung des jungen Sterns gegenseitig Windschatten geben, finden sie beinahe zwangsläufig zu Planetenvorläufern zusammen.

Weniger “Metall” im Sonnenfeuer

Aufnahme der brodelnden Sonnenoberfläche mit hellen und dunklen Bereichen, Protuberanzen

Die Sonne weist eine andere Zusammensetzung auf als üblicherweise angenommen. Dieses Fazit ziehen Astrophysiker aus Deutschland, Belgien und Schweden nach dem Abschluss eines mehrjährigen Forschungsprogramms. Das Gestirn der Erde enthält demnach deutlich weniger schwere Elemente als bislang vermutet.

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