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Neue Struktur in der Milchstraße entdeckt

Illustration zeigt dünne Milchstraßenscheibe, über und unter deren Zentrum je ein violett glimmender Lobus

Die Spur einer immensen Energiefreisetzung haben amerikanische Astrophysiker in der heimischen Milchstraße entdeckt. Über und unter der Scheibe der Galaxis wölben sich demnach zwei große kugelförmige Bereiche, von denen ein Glimmen hochenergetischer Strahlung ausgeht.

Heimische Beschleuniger

Grafik zeigt intensive Strahlungsquelle als gelb-weißen Fleck vor dunkelblauem, diffusen Hintergrund, Beschriftung und Pfeil

Auf die Erdatmosphäre prasseln fortwährend Partikel aus den Tiefen des Alls ein. Die energiereichsten dieser Teilchen stammen aber nicht unbedingt aus anderen Galaxien, vermuten amerikanische und japanische Physiker. Ihrer Analyse zufolge, dürften die kosmischen Geschosse auch auf Sternexplosionen in der Milchstraße selbst zurückgehen.

Verjüngungskur für rasenden Stern

Grafik zeigt glimmende Kugel, die aus einer Spiralgalaxie herausschießt und dabei immer größer und blauer wird

Neues Licht auf die Herkunft eines rasenden Sterns werfen Beobachtungen amerikanischer Astronomen. Der Schnellläufer rast mit rund 2,6 Millionen Kilometern pro Stunde durch das All – offenbar als Folge einer engen Begegnung mit dem Schwarzen Loch im Herzen der Milchstraße.

Astronomen finden galaktische Sternwiegen

Aufnahme einer HII-Region zeigt einige gleißend helle Sterne und dunkle Nebelfetzen vor rötlich glimmendem Hintergrund

Zahlreiche Brutstätten neuer Sterne haben amerikanische Astronomen in der Milchstraße entdeckt. Indem sie Archivdaten mit eigenen Beobachtungen kombinierten, fanden sie auf einen Schlag mehrere Hundert Wolken aus Wasserstoff, der durch die energiereiche Strahlung neugeborener Sterne zum Glimmen gebracht wird.

Der Staub ferner Erden

Grafik zeigt Blick über den Horizont eines bläulichen Planeten auf ein von Asteroiden umkreistes Gestirn

Gesteinsplaneten mit Wasser könnten in der Milchstraße relativ häufig sein. Dieses Fazit zieht eine internationale Astronomengruppe nach der eingehenden Musterung ausgebrannter Sterne. Viele davon weisen demnach eine “Verschmutzung” durch schwere chemische Elemente auf, wie sie am ehesten durch Asteroiden oder felsige Planeten erklärt werden kann.

Rasender Stern auf Fluchtkurs

Karte der Milchstraße mit Spiralarmen, beschriftet, und hellem Balken im Zentrum

Einige Sterne rasen mit hoher Geschwindigkeit durch die Milchstraße. Schuld daran ist nicht unbedingt das immense Schwarze Loch im galaktischen Zentrum, belegt eine Untersuchung deutscher Astronomen. Der von ihnen studierte Schnellläufer erhielt seinen “Schubs” vielmehr in einem Spiralarm der Milchstraße und könnte diese über kurz oder lang für immer verlassen.

Der Galaxis’ reiche Beute

Aufnahme eines Kugelsternhaufens als dichtem Schwarm von Sternen

Etwa jeder vierte Kugelsternhaufen in der Milchstraße gehörte ursprünglich zu einer anderen Galaxie. Zu diesem Schluss kommt ein australisch-kanadisches Astronomenduo nach der Analyse einer eigens angelegten Datenbank. Gemessen an ihrer Zusammensetzung, sind demnach viele der dichten Sternschwärme Überreste kleinerer Galaxien, die sich die Milchstraße im Laufe der Zeit einverleibt hat.

Neue Karte der galaktischen Nachbarschaft

Grafik zeigt dunkle Flecken, ein helles, ausgefranst wirkendes Zentrum umgebend

Der Raum zwischen den Sternen ist nicht völlig leer, sondern von einem mehr oder weniger dichten Gas erfüllt. Die bislang genaueste Karte dieses interstellaren Materials haben amerikanische und französische Forscher erstellt. Berechnet auf Basis mehrerer Hundert Einzelbeobachtungen, zeigt sie die galaktische Umgebung der Sonne als 500 Lichtjahre große Blase dünnen Gases, die von einem Ringwall aus dichterem, kühlen Gas umgeben ist.

Wärme lässt Schwarzes Loch hungern

In Farben übersetzte Röntgenaufnahme zeigt rötliche Wolken, gruppiert um eine Ansammlung blau bis weißlich glimmender Gaswolken, vor schwarzem Hintergrund

Von gelegentlichen Strahlungsausbrüchen abgesehen, scheint sich das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße eher ruhig zu verhalten. Eine Erklärung für diese Friedfertigkeit glauben amerikanische Astrophysiker gefunden zu haben. Die nahe des Schwerkraftmonsters freigesetzte Wärme könnte den Druck in der Umgebung erhöhen und so den Zustrom von “Futter” drosseln.

Galaktisches “Gasgebläse”

Grafik zeigt weißlich-blaue Scheibe und zwei Flecken gleicher Farbe, verbunden durch einen weit geschwungenen, rötlichen Bogen

Eine explosionsartige Sternentstehung ist womöglich der Grund dafür, dass die Milchstraße und zwei ihrer Nachbargalaxien durch einen Strom aus Gas verbunden sind. Entsprechende Resultate präsentiert eine amerikanisch-niederländische Astronomengruppe auf einer Fachtagung in Washington. Ihren Beobachtungen zufolge, ist der Magellansche Strom deutlich länger und älter als bislang angenommen.

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