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Möglicher Eisvulkan auf Titan entdeckt

3D-Ansicht zeigt in Blau- und Grüntönen höhencodierte Ansicht mehrerer tiefer Krater und flankierender Gipfel

Auf dem Saturnmond Titan gibt es möglicherweise Vulkane, in denen Eis statt geschmolzenem Gestein an die Oberfläche steigt. Den bislang besten Kandidaten für einen solchen Eisvulkan haben amerikanische Forscher mithilfe der Saturnsonde Cassini ausgemacht. Ihre Bilder zeigen eine Gruppe tiefer Krater, die von kilometerhohen Gipfeln flankiert wird.

Saturns leuchtender Puls

2 Bilder zeigen hellen, leicht zerfransten Ring auf blauem Untergrund und Seitenansicht des Saturn mit kaum erkennbaren Ringen, weißen Flecken um den Nordpol

Anders als ihre irdischen Pendants, legen die Polarlichter auf dem Saturn ein verblüffend regelmäßiges Verhalten an den Tag. Das haben europäische und amerikanische Astronomen entdeckt. Die Polarlichter des Ringplaneten werden demnach ungefähr im Rhythmus eines Saturntages um den Faktor 3 heller und dunkler.

Sonde lotet Titan-See aus

Hakenförmiger See als schwarze Fläche, eingefasst von Bergen und flachem Terrain, einige farbige Tiefenprofile in Ufernähe

Einen See auf einem anderen Himmelskörper hat eine internationale Forschergruppe erstmals ausgelotet. Anhand von Radarmessungen der Sonde Cassini konnten die Forscher einige Meter tief in den Ontario Lacus schauen, den größten See auf dem Saturnmond Titan.

Kiesel auf Titan

Bild einer diesigen orangefarbenen Szenerie mit runden Steinen, daneben Farbfoto irdischer Kiesel in dunklem feinkörnigen Sediment

Nicht nur an irdischen Hängen, auch auf dem Saturnmond Titan kommt es mitunter zu regelrechten Sturzfluten. Neue Belege für diese Ansicht hat eine internationale Forschergruppe in Radardaten der Sonde Cassini gefunden. Ungewöhnlich helle Radarreflexe aus mutmaßlichen Flussbetten lassen sich demnach am ehesten durch Massen eisiger Kieselsteine erklären.

Titanische Klimazyklen

Zwei Globen zeigen Nord- und Südregionen des Titan, braune Streifen markieren abgetastete Bereiche, darin blaue Flecken

Auf dem Saturnmond Titan gibt es große und tiefe Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen. Diese Seen sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt, belegt eine Analyse amerikanischer Forscher. Auf der nördlichen Halbkugel ist die Seenfläche gut zwanzig Mal größer als auf der südlichen. Ein möglicher Grund sind die vergleichsweise kurzen, aber intensiven Sommer im Süden des Titan.

Saturns schiefer Riesen-Ring

Grafik zeigt schief stehenden rötlichen, diffusen Ring im Raum, in seinem Zentrum ein kleiner Punkt, eingeblendete Vergrößerung zeigt Saturn mit Wolkenbändern und Standard-Ringen

Einen höchst ungewöhnlichen Saturnring haben amerikanische Forscher entdeckt. Der Neuling ist nicht nur praktisch durchsichtig und hat Schieflage, er ist auch größer alle bekannten Ringe im Sonnensystem. Könnte man ihn mit bloßem Auge sehen, würde er doppelt so groß wie der Vollmond am Nachthimmel über der Erde prangen.

Reichlich Propan auf Titan

Blick auf Titan mit dunklem und hellem Terrain

Campingfreunde dürften ihre helle Freude an dem Saturnmond Titan haben. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass die Gashülle des großen Mondes rund 55 Millionen Tonnen Propan enthält – reichlich Brennstoff für Campingkocher und Heizstrahler.

Titanischer Morast

Illustration zeigt in rötlichen Tönen eine verregnete Landschaft, Regen, abfließende Flüssigkeit

Die Oberfläche des Titan dürfte stellenweise einem stinkenden Morast ähneln. Entsprechende Hinweise liefert ein Laborexperiment, mit dem amerikanische Forscher die Bedingungen auf dem Saturnmond nachgestellt haben. Der Untergrund aus Wassereis saugt sich demnach bereitwillig mit flüssigen Kohlenwasserstoffen voll, die vom Himmel regnen.

Mondschatten trifft Saturnringe

Schmaler Schatten fällt auf grauen, flächigen Ring

Auch auf dem Saturn nähert sich der Frühling, belegen Aufnahmen der Raumsonde Cassini. Indem die Sonne sich anschickt, den Äquator des Planeten zu queren, werfen dessen Monde lange Schatten auf die Ringe.

Nächster Stopp: Jupiter

Grafik zeigt blaues Meer mit aufsteigenden, rötlichen Warmwasserpilzen, darüber eine rissige Eiskruste, über dem Horizont der Jupiter mit seinen Wolkenbändern

Die europäische Weltraumagentur ESA und die amerikanische NASA setzen ihre Zusammenarbeit bei der Erkundung des Sonnensystems fort. Bei einem Treffen in Washington vereinbarten Vertreter beider Organisationen, eine gemeinsame Mission zum Jupiter und seinen großen, möglicherweise tiefe Meere besitzenden Monden zu schicken.

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