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Ein verstoßener Planet

Grafik zeigt blauen Gasriesen mit Wolkenbändern vor sternbesetztem Band der Milchstraße

Das Sonnensystem könnte ursprünglich einen fünften großen Gasplaneten besessen haben. Diese Möglichkeit eröffnen Computersimulationen eines amerikanischen Forschers. Mit den vier heutigen Gasplaneten führten diese nur selten zu vertrauten Verhältnissen. Sehr viel erfolgreicher war eine Ausgangssituation mit einem fünften Gasriesen, der schon bald in den tiefen Raum katapultiert wurde und reichlich überschüssigen Schwung mit sich nahm.

Weniger erdnahe Asteroiden

Balkendiagramm, Balken aus Asteroiden zusammengesetzt, illustriert die Zahlen der bekannten Asteroiden in verschiedenen Größenklassen und die alten und neuen Schätzwerte

Im Sonnensystem gibt es deutlich weniger Asteroiden auf erdnahen Bahnen als bislang angenommen. Das gilt insbesondere für Objekte mit einem Durchmesser zwischen 100 und 1.000 Metern, schätzt eine internationale Forschergruppe anhand jüngster Beobachtungen. Die Zahl dieser mittelgroßen erdnahen Asteroiden dürfte demnach bei etwa 20.000 liegen und damit um gut ein Drittel unter dem bisherigen Schätzwert.

Lichtquirl im jungen Sonnensystem

Mikroskopaufnahme zeigt zwei kaulquappenförmige Einschlagspuren in einem transparenten Medium

Auf vielen Fensterbänken setzen sich dekorative Lichtmühlen in Bewegung, sobald sie von der Sonne beschienen werden. Ein ganz ähnlicher Effekt hat vielleicht auch die Zusammensetzung des Sonnensystems beeinflusst, zeigen Modellrechnungen französischer und deutscher Forscher. Indem sich Mineralpartikel in der Nähe der jungen Sonne ungleichmäßig erwärmten, könnten sie in die frostigen Gefilde jenseits der Planeten gedrückt worden sein – und damit in die Entstehungsregion der Kometen.

Erste Bilder aus der Vesta-Umlaufbahn

Aufnahme der zu einem Drittel im Schatten liegenden Vesta mit Kratern, Bergen, Furchen und Aufwölbungen

Die Raumsonde Dawn hat ihre ersten Bilder aus der Umlaufbahn um den Asteroiden Vesta zur Erde geschickt. Die Aufnahmen zeigen den drittgrößten Körper im Asteroidengürtel als eine von Einschlägen gezeichnete Welt mit einer stellenweise verschrumpelt wirkenden Oberfläche.

Sonde beginnt Anflug auf Asteroid

Grafik zeigt würfelförmige Sonde mit zwei langen Solarpaneelen

Auf ihrem Weg zum Asteroid Vesta ist die Raumsonde Dawn in die Anflugphase eingetreten. Nach jahrelangem “Blindflug” durch das Sonnensystem wird die Sonde nun ihre Kameras für die weitere Annäherung an das Ziel nutzen. Im Juli soll sie in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und den mehr als 500 Kilometer großen Brocken aus nächster Nähe studieren.

Voyager 1 an der Grenze des Sonnensystems

Grafik zeigt in goldene Folie verpackte Raumsonde mit großer weißer Antennenschüssel und langem Ausleger

Mehr als 33 Jahre nach ihrem Start steht die Raumsonde Voyager 1 an der Grenze des Sonnensystems. Entsprechende Daten präsentieren amerikanische und griechische Forscher auf einer Fachtagung in San Francisco. In gut 17 Milliarden Kilometern Entfernung von der Sonne hat die Sonde demnach eine Zone erreicht, in der sich der Sonnenwind und der “Fahrtwind” des Sonnensystems im interstellaren Medium gerade die Waage halten.

Neue Karte der galaktischen Nachbarschaft

Grafik zeigt dunkle Flecken, ein helles, ausgefranst wirkendes Zentrum umgebend

Der Raum zwischen den Sternen ist nicht völlig leer, sondern von einem mehr oder weniger dichten Gas erfüllt. Die bislang genaueste Karte dieses interstellaren Materials haben amerikanische und französische Forscher erstellt. Berechnet auf Basis mehrerer Hundert Einzelbeobachtungen, zeigt sie die galaktische Umgebung der Sonne als 500 Lichtjahre große Blase dünnen Gases, die von einem Ringwall aus dichterem, kühlen Gas umgeben ist.

Ein Schwung Sternenstaub

Foto zeigt jungen Mann, der einen grau-braunen Stein in die Kamera hält

Die greifbare Substanz im Sonnensystem ist weniger alt als gemeinhin angenommen. Diesen Schluss legen Analysen nahe, die Zürcher Forscher gemeinsam mit Kollegen aus den USA, Australien und Deutschland durchgeführt haben. Staubkörnchen aus den Hüllen sterbender Sterne brauchten demnach nur wenige Millionen Jahre für ihre interstellare Reise bis in die Geburtswolke der Sonne.

Chaotisches Treiben im Sonnensystem

Grafik zeigt die Erde, nur wenig weiter im Hintergrund der rote Mars

Das irdische Leben wird spätestens dann erlöschen, wenn sich die Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht. Die Chancen, dass die Erde zu diesem Zeitpunkt noch existiert, stehen allerdings gut, haben zwei französische Forscher mit aufwändigen Computersimulationen ermittelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten fünf Milliarden Jahren zu größeren Zwischenfällen im Sonnensystem kommt, liegt demnach bei kaum 1 Prozent.

Besuch vom Rand des Sonnensystems

Bild zeigt bunte Punkte vor schwarzem Hintergrund, einer davon mit einem dicken weißen Pfeil markiert

Einen ungewöhnlichen Pendler glauben amerikanische Astronomen erspäht zu haben. Das kaum 100 Kilometer große Objekt befindet sich auf einer stark elliptischen Bahn, deren äußerer Umkehrpunkt 240 Milliarden Kilometer tief im All liegt – gut 1.600 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Möglicherweise wurde es einst von einem jungen Planeten in die eisigen Randbezirke des Sonnensystems katapultiert.

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