Scienceticker.info Scienceticker Umwelt
Beitrag verschlagwortet unter: Staub

Staubiger Sterntod

Falschfarbenbild zeigt dunkel- bis hellviolette Wolken, zwei Striche markieren einen hellen Punkt

Wenn große Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren, produzieren sie nicht nur gewaltige Mengen von Strahlung. Den Beleg für diese Ansicht liefern neue Beobachtungen jener spektakulären Supernova, die im Jahr 1987 in der Nachbarschaft der Milchstraße aufgeleuchtet war. Fast ein Vierteljahrhundert später finden sich im Umfeld der Explosion beträchtliche Mengen von Staub.

Elektrisierte Mondkrater

Blick über Mondlandschaft mit Kratern, Bergen, langen Schatten

Die Krater an den Polen des Mondes gelten als mögliche Lagerstätten für Wassereis. Die Erkundung dieser Krater könnte allerdings durch statische Elektrizität erschwert werden, haben amerikanische Forscher ermittelt. Indem positiv und negativ geladene Teilchen des Sonnenwindes unterschiedlich rasch in die Krater eindringen, können sich elektrische Spannungen von mehreren Hundert Volt aufbauen.

Kometen lassen den Tierkreis leuchten

Foto zeigt dunklen Horizont, Silhouette einer Teleskopkuppel, rötliche Dämmerung und sternbesetztem Himmel, weißlicher Schimmer, nach oben schwächer werdend

Unter günstigen Bedingungen kann man morgens und abends ein Schimmern am Horizont sehen, das die Ebene der Planeten und des Tierkreises markiert. Den eigentlichen Ursprung dieses Zodiakallichts glaubt eine internationale Astronomengruppe gefunden zu haben. Der interplanetarische Staub, an dem das Sonnenlicht reflektiert wird, stammt demnach von alternden Kometen.

Hilfreicher kosmischer Staub

Bild zeigt weiß-türkisfarbene Gasfetzen, darin eingebettet grellweiße Punkte, schwarzer Hintergrund

So lästig Staub im Haushalt ist, so hilfreich ist er im Weltraum. Diese Ansicht bekräftigen Experimente schottischer Chemiker. Der Großteil des Wassers im All verdankt seine Entstehung demnach winzigen interstellaren Staubkörnern, die günstige Reaktionsbedingungen bieten.

Eisiges Mahlwerk am Rand des Sonnensystems

Grafik zeigt kleines kraterbedecktes Objekt, am Horizont ein aufflackernder Stern

In den Außenbezirken des Sonnensystems wird laufend eisiger Staub produziert, indem sich kleine Objekte gegenseitig pulverisieren. Für diese Ansicht spricht die Analyse von Daten, die das Weltraumteleskop Hubble gewissermaßen nebenbei gesammelt hat. Jenseits des Neptun scheinen demnach sehr viel weniger kleine Eisbrocken ihre Bahn zu ziehen als bislang vermutet.

Chaotische Zustände in jungem Planetensystem

Grafik zeigt einen runden hellgelben Fleck, in eine rote, gelappte Wolke übergehend

In jungen Planetensystemen kann es höchst turbulent zugehen. Das belegt ein immenser Staubring, den amerikanische und spanische Astronomen bei einem nahe gelegenen Stern entdeckt haben. Quelle des Staubs dürften Kollisionen zwischen kleineren Gesteinsbrocken sein, die durch mindestens drei schwergewichtige Planeten aus der Bahn geworfen worden sind.

Staubiges Gewitter auf dem Mars

Grafik zeigt dunklen Staubteufel mit einem hellen Glimmen nahe der rötlichen, felsigen Bodenoberfläche

Den ersten direkten Nachweis von Blitzen auf dem Mars vermelden amerikanische Physiker. Mit Hilfe eines Radioteleskops fingen sie Ausbrüche von Mikrowellen aus einer Region des Roten Planeten auf, die gerade von einem großen Staubsturm heimgesucht wurde. Dem Spektrum der Strahlung nach zu urteilen, wurde sie bei elektrischen Entladungen ausgesandt.

Wasser für künftige Planeten

Grafik zeigt weiten, staubigen Wirbel, darin eingebettet bläuliche Kristalle, um einen hell strahlenden Stern

Ein immenses Wasserreservoir glauben japanische Astronomen bei einem galaktischen Nachbarn der Sonne entdeckt zu haben. Ihre Beobachtungen lassen vermuten, dass die den Stern umkreisenden Staubpartikel mit Wassereis überzogen sind.

Naher Stern mit zwei Asteroidengürteln

Epsilon Eridiani

Einen bemerkenswerten Vetter des Sonnensystems glauben amerikanische Astronomen entdeckt zu haben. In unmittelbarer Nachbarschaft der Sonne gelegen, besitzt der Stern Epsilon Eridiani demnach einen Asteroidengürtel vom gleichen Format wie das hiesige Pendant. Wo im heimischen System der Uranus seine Bahn zieht, besitzt der Stern allerdings einen zusätzlichen Gürtel aus Gesteinsbrocken.

Staubringe verraten ferne Planeten

Grafik zeigt schematische Aufsicht auf ein Planetensystem mit einem Planeten, umgeben von Staub, dessen Dichte farbig markiert, ringförmige Ansammlungen

Um die Sonne kreisende Staubkörnchen erzeugen in klaren Nächten eine “falsche Dämmerung” am Himmel. Solcher Staub könnte irdischen Beobachtern auch Hinweise auf Planeten bei fernen Sternen liefern, lassen Computersimulationen zweier amerikanischer Astronomen vermuten. Eine Art Tauziehen zwischen Stern und Planet erzeugt demnach filigrane Staubringe, die über kosmische Entfernungen sichtbar sind.

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes

Real Time Web Analytics