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Mehr Schwergewichte in der Milchstraße

Falschfarbenbild zeigt Infrarotblick in die Milchstraße mit rötlichen Gasfetzen, darüber gelegt Röntgenaufnahme mit hellblau strahlenden Sternen

In der Milchstraße gibt es mehr stellare Schwergewichte als bislang angenommen. Diesen Schluss legen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe nahe. Bei der genaueren Untersuchung von vier Röntgenquellen in der Milchstraße entpuppten sich diese als Sterne mit bis zu 50 Sonnenmassen.

Sterne: Stattliche Einzelgänger

SW-Bild zeigt hellen Stern als großen Lichtfleck, eingekreist und umgeben von vielen kleineren Flecken, vor grauem Hintergrund

Große Sterne können sich beinahe überall im Kosmos bilden. Diesen Schluss legen Beobachtungen nahe, die eine amerikanische Astronomengruppe mit dem Weltraumteleskop Hubble angestellt hat. Mehrere massereiche Sterne stehen demnach völlig allein im All und sind nicht etwa Teil eines mehr oder weniger großen Sternhaufens.

Kleine Welten, große Erwartungen

Luftaufnahme zweier großer weißer Teleskopkugeln, beide geöffnet, den Blick auf die großen Spiegel freigebend

Jeder vierte sonnenähnliche Stern könnte einen erdähnlichen Planeten besitzen. Zu dieser Einschätzung gelangt eine internationale Astronomengruppe nach einer systematischen Fahndung. Gerade solche Welten, die ihr Gestirn auf einer engen Bahn umkreisen und laut derzeitigen Modellen der Planetenentstehung eher selten sein sollten, entdeckten sie dabei besonders häufig.

Sterngiganten sprengen Theorie

Grafik zeigt flirrende rote, gelbe, hellblaue und dunkelblaue Kugeln wachsender Größe

Sterne können sehr viel massereicher sein als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Astronomengruppe nach dem Studium zweier Sternhaufen. Einige der darin befindlichen Schwergewichte müssen bei ihrer Entstehung mehr als 300 Sonnenmassen aufgewiesen haben – das Doppelte des bislang als Obergrenze geltenden Wertes.

Rasender Stern auf Fluchtkurs

Karte der Milchstraße mit Spiralarmen, beschriftet, und hellem Balken im Zentrum

Einige Sterne rasen mit hoher Geschwindigkeit durch die Milchstraße. Schuld daran ist nicht unbedingt das immense Schwarze Loch im galaktischen Zentrum, belegt eine Untersuchung deutscher Astronomen. Der von ihnen studierte Schnellläufer erhielt seinen “Schubs” vielmehr in einem Spiralarm der Milchstraße und könnte diese über kurz oder lang für immer verlassen.

Braune Zwerge im Entstehen

Bild zeigt zwei helle, rosa bis violett gefärbte Lichtflecken, eingebettet in einen dunkelblauen Halo vor schwarzem Hintergrund; darauf weisend zwei weiße Pfeile

Braune Zwerge werden mitunter als gescheiterte Sterne bezeichnet. Diese Bezeichnung ist durchaus treffend, zeigen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe. Die Forscher konnten ein Paar Brauner Zwerge identifizieren, das sich noch im Stadium der Entstehung befindet. Dieser Prozess scheint auf ähnliche Weise abzulaufen wie bei leichten Sternen – und nicht etwa wie bei sehr massereichen Planeten.

Neues vom schwarzen Herz der Milchstraße

Falschfarbenbild zeigt Infrarotblick auf das Zentrum der Milchstraße mit vielen dunkelrot, bläulich bis weißlich schimmernden Sternen

Im Zentrum der Milchstraße verbirgt sich hinter dichten Staubschleiern ein gewaltiges Schwarzes Loch. Diese Ansicht bestätigen die Resultate einer Langzeitstudie, die Garchinger Astrophysiker gemeinsam mit Kollegen aus Israel und Frankreich durchgeführt haben. Über einen Zeitraum von 16 Jahren verfolgten sie, wie eine Reihe von Sternen um eine enorme Massenkonzentration im Sternbild Schütze kreist.

Buntes Treiben in der Milchstraße

In Violetttönen gehaltene Grafik zeigt eine scheibenförmige Wolke mit hellen Spiralen, hellem Zentrum, vor schwarzem Hintergrund

In der Milchstraße geht es weniger geordnet zu als gemeinhin angenommen. Umfangreiche Simulationen einer internationalen Astronomengruppe lassen vermuten, dass sich die Sterne in einer Galaxie sogar recht häufig von deren Zentrum weg oder darauf zu bewegen können. Auf diese Weise werden auch schwere chemische Elemente, wie sie für die Entstehung von Leben nötig sind, sehr effektiv verteilt.

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