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Supernova: Alte Sterne lassen es krachen

Teleskopbild zeigt leicht wellige, schemenhafte rötliche Kugelschale vor sternbesetztem Hintergrund

Ausgebrannte Sterne sind, wenn sie sich zusammentun, noch immer für eine gewaltige Explosion gut. Diese Vermutung bekräftigen Beobachtungen zweier amerikanischer Astronomen. Eine Supernova, die sich vor etwa 400 Jahren in einer Nachbargalaxie der Milchstraße ereignete, geht demnach auf zwei Weiße Zwerge zurück. Indem Materie von einem der beiden Zwerge auf den anderen fiel, erreichte dieser eine Masse, bei der er unter seinem eigenen Gewicht in sich zusammensackte.

Der schnellste Stern-Kreisel

Bild zeigt zahlreiche bläuliche und orangefarbene, unterschiedlich große Sterne vor dem Hintergrund eines hellen Nebels

Europäische und amerikanische Astronomen haben einen Stern entdeckt, der sich schneller um die eigene Achse dreht als alle anderen bekannten Sterne. In der Äquatorregion des Gestirns liegt die Drehgeschwindigkeit bei mindestens 600 Kilometern pro Sekunde – und damit hart an jenem Wert, bei dem die Fliehkraft über die Schwerkraft siegen und der Stern an Masse verlieren würde.

Stellare Zeitbomben

Grafik zeigt gleißend hell explodierenden Stern, im Vordergrund ein unglücklicher Ringplanet

Viele Sternexplosionen ereignen sich mit erheblicher Zeitverzögerung, vermuten amerikanische und niederländische Astronominnen. Ein von ihnen entwickeltes Modell geht davon aus, dass ausgebrannte Sterne in schnelle Rotation versetzt werden, indem sie Material aus der Umgebung auflesen. Die aus der Rotation resultierende Fliehkraft nimmt Druck von der stellaren Asche, sodass diese nicht sofort unter ihrem eigenen Gewicht kollabiert.

Staubiger Sterntod

Falschfarbenbild zeigt dunkel- bis hellviolette Wolken, zwei Striche markieren einen hellen Punkt

Wenn große Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren, produzieren sie nicht nur gewaltige Mengen von Strahlung. Den Beleg für diese Ansicht liefern neue Beobachtungen jener spektakulären Supernova, die im Jahr 1987 in der Nachbarschaft der Milchstraße aufgeleuchtet war. Fast ein Vierteljahrhundert später finden sich im Umfeld der Explosion beträchtliche Mengen von Staub.

Supernova durch nimmersatten Stern

Falschfarbenbild zeigt die kugelrunde Explosionswolke der Tycho-Supernova mit hellblauem Bogen

Im 16. Jahrhundert verfolgte ein dänischer Astronom, wie ein neuer Stern am Nachthimmel aufleuchtete und allmählich wieder verblasste. Ursache des Phänomens war der Kollaps einer ausgebrannten Sonne, bestätigt eine Studie chinesischer und amerikanischer Forscher. Das Objekt saugte demnach Gas von einem nahen Begleitstern ab, bis es schließlich unter seiner wachsenden Masse in sich zusammensackte und als Supernova explodierte.

Hellste Supernova identifiziert

Von Weiß über Rot und Grün nach Nunkelblau verlaufende Konturen eines runden Objekts, in weißem Fadenkreuz vor schwarzem Hintergrund

Wenn in den Tiefen des Alls ein Stern unter seiner eigenen Masse in sich zusammensackt, kann man die folgende Explosion mitunter schon mit bloßem Auge am Nachthimmel ausmachen. Ein besonders helles Exemplar einer solchen Supernova haben amerikanische und ungarische Forscher identifiziert. Ihrer Schätzung zufolge leuchtete der “Feuerball” der Explosion vorübergehend so hell wie 100 Milliarden Sonnen.

Sternleiche mit über-flüssigem Kern

Aufnahme von CAssiopeia A im Röntgenlicht als zerfetzt wirkendem Nebel, darin ein heller Punkt; Einschub zeigt angeschnittene Kugel mit Kruste

Manche Sterne sacken nach ihrem Ausbrennen zu einer Kugel aus reiner Kernmaterie zusammen. Im Inneren solcher Neutronensterne herrschen bizarre Verhältnisse, zeigen Analysen zweier internationaler Forschergruppen. Unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammengequetscht, geht die heiße Materie demnach in einen Zustand über, in dem sie völlig reibungsfrei fließt.

Vermummte Supernova beobachtet

Grafik zeigt von innen heraus glimmende, rotbraune Staubkugel vor Sternenhintergrund mit bläulichen Nebelschwaden

Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss nicht unbedingt eine gleißend helle Supernova am Nachthimmel erstrahlen. Das zeigen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe. Der von ihnen entdeckte Sternkollaps verriet sich lediglich in Form eines heißen Flecks in einer fernen Galaxis – vermutlich, weil das eigentliche Inferno durch dichte Staubschleier verhüllt wurde.

Nimmersatte Sternleiche vor dem Kollaps

Illustration zeigt weiß glimmenden Fleck, umgeben von einem gelb-orangefarbenen Materiestrudel, der auf einem nahen, viel größeren Begleitstern entspringt

Italienische Forscher haben einen ausgebrannten Stern entdeckt, der schon bald ein spektakuläres Comeback haben könnte. Das Objekt saugt ständig Materie von einem aufgeblähten Begleitstern ab – und hat beinahe jenen Punkt erreicht, an dem es unter seiner eigenen Schwerkraft kollabieren und als Supernova erstrahlen wird.

Klarere Standardkerzen

Korrelationsdiagramm mit 2 Wellenlängenachsen, farbig von blau nach rot markiert die Korrelation des Quotienten mit der Helligkeit

Französische und amerikanische Astronomen haben einen verblüffend einfachen Weg gefunden, die Helligkeit von Sternexplosionen zu ermitteln. Da diese Supernovae als kosmische “Standardkerzen” dienen, können Entfernungen im All auf diese Weise besonders genau bestimmt werden.

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